Eisschnelllauf-Pechstein verliert gegen Gysi

Bundestagswahl: Biathlon-Olympiasieger Ullrich schlägt CDU-Rechtsaußen Maaßen

Hans-Georg Maaßen hat das Duell um ein Direktmandat bei der Bundestagswahl verloren.
Hans-Georg Maaßen hat das Duell um ein Direktmandat bei der Bundestagswahl verloren.
© dpa, Kay Nietfeld, nie jai cul pil

27. September 2021 - 10:49 Uhr

Maaßen weit abgeschlagen

Auf dieses Duell hat die gesamte Republik mit Spannung geblickt: Biathlon-Legende Frank Ullrich (SPD) trat bei der Bundestagswahl gegen CDU-Rechtsaußen Hans-Georg Maaßen im Kampf um ein Direktmandat an. Mit 33,6 Prozent der Stimmen setzte sich der Sozialdemokrat im Wahlkreis 196 in Südthüringen letztlich deutlich gegen den ehemaligen Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz durch – Maaßen landete weit dahinter mit 22,3 Prozent.

Pechstein verliert gegen Gysi

Damit wird Ullrich erstmals im Parlament vertreten sein, er ist einer von zwei Olympiasiegern im gesetzgebenden Organ der Bundesrepublik Deutschland. Ex-Bahnradprofi Jens Lehmann (CDU) holte wie schon 2017 erfolgreich sein Direktmandat. Der 53 Jahre alte Olympiasieger im Mannschaftszeitfahren von 1992 und 2000 setzte sich in Leipzig (Wahlkreis 152) mit 20,5 Prozent hauchdünn vor SPD-Kandidat Holger Mann (20,2) durch.

Die erfolgreichste deutsche Winter-Olympionikin Claudia Pechstein (49), die am Sonntag für die CDU erstmals zur Wahl gestanden hatte, musste sich im Wahlkreis 84 in Berlin Treptow-Köpenick mit 13,5 Prozent der Stimmen hingegen dem langjährigen Abgeordneten Gregor Gysi (Die Linke/35,4) geschlagen geben. Ihre Hoffnung, über den sechsten Platz auf der CDU-Landesliste in den Bundestag einzuziehen, zerschlug sich.

SPD Wahlsieger

Die SPD geht nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Bundestagswahl mit 25,7 Prozent als Sieger hervor, dahinter landete die CDU/CSU mit 24,1 Prozent. Die Grünen erhielten 14,8 Prozent, gefolgt von der FDP (11,5), der AfD (10,3) und der Linken (4,9). (sid/tme)