Ergebnis des Verkehrsministertreffens

Nachfolge für das 9-Euro-Ticket: Entscheidung soll bis Mitte Oktober fallen

15.09.2022, Berlin: Ein BVG-Bus fährt am Zoologischen Garten vorbei.  Berlin bekommt ein zeitlich befristetes  29-Euro-Ticket für den Nahverkehr. Es soll von Oktober bis Dezember nur innerhalb der Stadt gelten und nur im Abo zu haben sein. Für einzel
Die Berliner haben bereits ein Nachfolgeticket. Es kostet 29 Euro im Monat - aber nur im Abo.
car nic, dpa, Jörg Carstensen

Es tut sich was in Sachen Nachfolgeticket: Bis Mitte Oktober wollen sich Bund und Länder über ein Folgeangebot für das 9-Euro-Ticket verständigen.

Alle Länder hätten bekundet, dass sie sich vorstellen könnten, ein Anschlussticket mitzutragen, sagte die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Maike Schaefer (Grüne) aus Bremen, am Montag nach Beratungen mit Bundesminister Volker Wissing (FDP).

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Länder fordern wegen Energiekosten mehr Geld vom Bund

Eine Arbeitsgruppe soll nun zügige Beratungen aufnehmen. Die Länder erwarten aber zugleich, dass dies an eine Anhebung der generellen Regionalisierungsmittel des Bundes gekoppelt sei. Mit dem Geld aus Berlin bestellen die Länder Leistungen bei den Verkehrsunternehmen.

Wissing begrüßte es, dass die Länder nun mit dem Bund ein Folgeticket zum 1. Januar 2023 einführen wollten. Dies sei ein ehrgeiziges Ziel, es brauche dafür schnelle Entscheidungen. Er hoffe, dass es bei der Verkehrsministerkonferenz am 12./13. Oktober einen Eckpunktebeschluss geben könne. Wissing äußerte Verständnis, dass die Länder angesichts der hohen Energiepreise eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel forderten. Dies sei noch zu klären.

Lese-Tipp: Berlin führt befristetes 29-Euro-Ticket ein

Ziel ist ein Preis zwischen 49 und 69 Euro im Monat

Die Ampel-Koalition im Bund hatte sich darauf verständigt, in einem nächsten Entlastungspaket jährlich 1,5 Milliarden Euro für ein bundesweites Nahverkehrsticket bereitzustellen - wenn die Länder mindestens ebenso viel geben. Ziel ist ein Preis zwischen 49 und 69 Euro im Monat. Das 9-Euro-Ticket hatte im Juni, Juli und August für jeweils einen Monat bundesweit Fahrten in Bus und Bahn ermöglicht.

Regulär bekommen die Länder in diesem Jahr Regionalisierungsmittel in Höhe von 9,4 Milliarden Euro vom Bund, dazu noch eine Milliarde aus einem anderen Topf. (dpa/eku)

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