Babyentwicklung im 4. Monat

4. Wachstumsschub – eine rasante Entwicklung

Der vierte Wachstumsschub beim Baby steht bereits in der 19. Lebenswoche an. Welche Veränderungen der Entwicklungsschritt mit sich bringt, lesen Sie hier.
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29. Juni 2020 - 14:09 Uhr

Das Baby-Wachstum in den ersten Lebensjahren

Innerhalb der ersten beiden Lebensjahre erlebt ein Baby acht Wachstumsschübe. Dabei kämpft es sich in den ersten zwölf Monaten bereits durch sieben dieser Schübe. Durch den vierten Wachstumsschub muss das Baby etwa ab der 19. Lebenswoche, gegen Ende des fünften Monats. Die Dauer eines Wachstumsschubes variiert von Kind zu Kind. Wenn Ihr Baby übrigens einen anderen Wachstumsschub in kurzer Zeit durchläuft, heißt das nicht, dass es beim nächsten Mal genauso glimpflich abläuft. Wenn Sie außerdem unsicher sind, ob sich ihr Kind in einer Wachstumsphase befindet, sollten Sie mit Ihrem Kinderarzt reden.

Anzeichen für einen Wachstumsschub beim Baby

Es gibt diverse Vorboten, mit denen sich ein Entwicklungsschub ankündigt. Es kann sein, dass Ihr Baby ohne erkennbaren Grund weint und besonders viel Nähe und Zuneigung sucht. Auch Babys die nachts bereits durchschlafen, können immer wieder aufwachen, unruhig sein und quengeln. Ein weiteres Anzeichen kann sein, dass Ihr Baby deutlich mehr und häufiger Nahrung benötigt als zuvor.

All diese Verhaltensweisen können zwar auf einen Wachstumsschub hinweisen, unter Umständen haben sie aber auch ganz andere Ursachen. Kontrollieren Sie deswegen die Windel Ihres Babys und untersuchen Sie, ob Ihr Kind Blähungen leidet. Bieten Sie ihm Nahrung an und verschaffen Sie ihm genügend ruhige Momente.

Alles wird anders, auch für das Baby

Eben noch war alles gut und Ihr Baby machte Ihnen große Freude. Im nächsten Moment ist aus dem Wonneproppen ein kränkelnder, jammernder Säugling geworden, der trotz bester Versorgung einfach nicht mehr zur Ruhe kommt. Vielleicht liegt das an den Wachstumsschmerzen, die mit einem Wachstumsschub einhergehen können.

Ihr Baby weiß nicht, was ihm passiert und es kann seine Angst und seinen Stress nur durch Weinen und Quengeln ausdrücken. Nehmen Sie Ihr Baby dann auf den Arm – seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn es sich dagegen wehrt. Möglicherweise schmerzt gerade jede Berührung.

Wie Sie ihr Baby beruhigen

Wenn Ihr Kind quengelt, können Spaziergänge an der frischen Luft helfen. Das bringt Ablenkung und beruhigt. Babys, die Nähe suchen, lassen sich gerne am Körper tragen. Ein Tragetuch kann nun Wunder wirken. Nehmen Sie Ihr Baby auch abends mit ins Bett. Dort fühlt es sich geborgen und das hilft Ihrem Kind beim Entspannen.

Auch auf leise Musik reagieren Babys gut. Die sanfte Geräuschkulisse erinnert sie an die Zeit in Mamas Bauch. Damals war es nie ganz still und das Baby fühlte sich nie allein. Bei manchen Säuglingen ist nun auch die Zeit gekommen, in der man Beikost anbieten kann. Sie fühlen sich besser, wenn das Bäuchlein voll und das Hungergefühl verschwunden ist.

Was kommt nach dem 4. Wachstumsschub?

Der vierte Wachstumsschub gilt als der längste in der Entwicklung der ersten beiden Jahre. Er kann zwischen vier und sechs Wochen dauern. Die Babyentwicklung macht in dieser Zeit einen großen Sprung. Nach dem Schub können Babys die Reihenfolge von Ereignissen erkennen und begreifen, dass Gegenstände nicht verschwinden, sobald sie nicht mehr im Blickfeld sind. Außerdem sind Kinder dann in der Lage, Laute zu bilden, die sich fast schon wie Sätze anhören. Einige Babys können sich nun auch vom Rücken auf die Seite drehen.