Wenn plötzlich die Beine weh tun

Mein Kind hat Wachstumsschmerzen! Was kann ich tun?

29. Januar 2020 - 14:09 Uhr

Im Video: Daniela Katzenberger macht sich Sorgen um Tochter Sophia

"Mir tun die ganzen Beine weh", klagte kürzlich die kleine Sophia Cordalis. Mama Daniela Katzenberger konnte aber keine Blessuren oder blauen Flecken feststellen. Sogar Fieber bekam die 4-Jährige und konnte nicht in den Kindergarten gehen. Daniela teilte ihre Sorgen auf Instagram mit ihren Fans und sorgte anschließend für Aufklärung: Töchterchen Sophia hatte Wachstumsschmerzen! Wir sagen Ihnen, was das genau ist und wie Sie Ihrem Kind bei solchen Schmerzen helfen können.

Betroffen sind Vorschul- und Schulkinder

Etwa jedes dritte Kind zwischen zwei und zwölf Jahren kann plötzliche Wachstumsschmerzen bekommen, die vornehmlich nachts auftreten und von allein wieder verschwinden. Bevor diese Diagnose gestellt werden kann, müssen allerdings ernsthaftere Erkrankungen wie Rheuma, Knochenbrüche oder gar ein Tumor ärztlich ausgeschlossen werden. Bei länger anhaltenden Schmerzen sollten Sie also unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Die Forschung bei Wachstumsschmerzen ist noch unzureichend

"Wachstumsschmerzen sind keine Gelenkschmerzen", sagt Prof. Dr. Alexander Beck,  Berufsverband der Kinder - und Jugendärzte e.V. Auftreten kann der Schmerz in den Kniekehlen, den Waden, im Oberschenkel oder an den Schienbeinen.

Wirklich zweifelsfrei belegen kann man Wachstumsschmerzen allerdings nicht. Orthopäden stellen die Diagnose über das Ausschlussverfahren. Woher die Schmerzen in den Beinen kommen, ist ebenfalls unklar. Da Weichteile langsamer wachsen als Knochen, könnte die Knochenhaut unter Spannung geraten und deshalb für Schmerzen in den Beinen sorgen.

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Symptome von Wachstumsschmerzen:

  • Der Schmerz tritt erstmals im Vor- oder Grundschulalter auf.
  • Die Beschwerden machen sich abends oder nachts bemerkbar, hauptsächlich in den Waden, Kniekehlen, Schienbeinen oder an den Vorderseiten der Oberschenkel, nicht in den Gelenken.
  • Morgens sind die nächtlichen Beschwerden wie weggeblasen und das Kind kann sich uneingeschränkt schmerzfrei bewegen.
  • Der Schmerz tritt in beiden Extremitäten gleichzeitig auf.
  • Die Schmerzen treten nicht regelmäßig auf.
  • Wachstumsschmerzen sind keine Belastungsschmerzen, sondern Ruheschmerzen.

Wachstumsschmerzen können nicht therapiert werden

Eltern können die Schmerzen ihrer Kinder lindern, indem sie die Beine massieren oder eine Wärmflasche auf die betroffenen Stellen legen. Manche Kinder bevorzugen auch Kühlpads. In Absprache mit dem Kinderarzt darf auch ein leichtes Schmerzmittel verabreicht werden.