Ein tragisches Leben, das früh endete Marilyn Monroe wäre 100 geworden! Elf Dinge, die ihr noch nicht über die Hollywood-Ikone wusstet

Marilyn Monroe
Marilyn Monroe war DAS Sexsymbol des 20. Jahrhunderts (Archivbild)
Michael Ochs Archives/Getty Images

„Ich war nie wirklich glücklich!”
Dieser Satz wird Marilyn Monroe oft zugeschrieben – und passt erschreckend gut zu ihrem Leben. Denn die Schauspielerin war weit mehr als die perfekte Blondine Hollywoods, die die ganze Welt kannte. Hinter der Glamour-Fassade steckte eine verletzliche, unsichere Frau mit versteckten Talenten und tragischen Geheimnissen: Diese elf Fakten über Marilyn kennt kaum jemand ‒ und einige davon verändern den Blick auf die Film-Ikone komplett.

Traurige Kindheit und Jugend

Marilyn Monroe wurde am 1. Juni 1926 als Norma Jeane Mortenson in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) geboren. Später bekam sie ‒ um die Vaterschaft zu verschleiern ‒ den Nachnamen ihrer Mutter: Baker. Die Identität von Marilyns leiblichem Vater ist bis heute nicht vollständig geklärt. Marilyns Mutter, Gladys Baker, litt unter schweren Depressionen und wurde in eine Nervenheilanstalt eingewiesen.

Daher verbrachte die kleine Norma Jeane einen Großteil ihrer Kindheit in verschiedenen Pflegefamilien und in Kinderheimen. Später berichtete Marilyn von Verboten, körperlicher Züchtigung in der Pflegezeit und der traumatischen Erfahrung, ins Waisenhaus gegeben zu werden.

Marilyn Monroe in den 1940er Jahren
Marilyn Monroe als junge Frau in den 1940er Jahren (Archivbild)
Sunset Boulevard/Corbis via Getty Images

Ihre Kindheit war somit eine Phase, in der sie kaum Liebe und Stabilität erfuhr, was ihre spätere Suche nach Geborgenheit und Anerkennung in Hollywood stark beeinflusste.

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Frühe Heirat und bewegtes Privatleben

Schon mit 16 Jahren trat Marilyn das erste Mal vor den Traualtar. Wohl aber nicht aus Liebe: Durch die Ehe mit ihrem fünf Jahre älteren Nachbarn James Dougherty wollte sie wohl verhindern, ins Kinderheim zurückzumüssen. 1946 ließen sich die beiden wieder scheiden.

Insgesamt war Marilyn dreimal verheiratet. Nach einer kurzen Romanze gab sie 1954 dem Baseball-Star Joe DiMaggio das Ja-Wort. Die Ehe dauerte nur neun Monate, da DiMaggio laut Vogue nicht mit Marilyns sexy Image und der Hollywood-Welt zurechtkam. Trotz der Scheidung blieben sie sich freundschaftlich verbunden. 1956 heiratete Marilyn den angesehenen Schriftsteller Arthur Miller. Die Ehe galt als Verbindung von „Kopf und Körper”, aber sie war von Fehlgeburten, psychischen Problemen und Marilyns Tablettensucht überschattet. Fünf Jahre später folgte die Scheidung.

Marilyn Monroe mit ihrem dritten Ehemann Arthur Miller im Juli 1956
Marilyn Monroe mit ihrem dritten Ehemann Arthur Miller im Juli 1956 (Archivbild)
Evening Standard/Getty Images

Gerüchten zufolge soll Marilyn außerdem zahlreiche Affären mit berühmten und einflussreichen Persönlichkeiten gehabt haben, unter anderem mit Tony Curtis (†2010), Frank Sinatra (†1998) und John F. Kennedy (†1963).

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Hintergrund ihres Künstlernamens „Marilyn Monroe”

Der berühmte Künstlername „Marilyn Monroe” wurde zu Beginn ihrer Karriere im August 1946 bei ihrem ersten Vertrag mit 20th Century-Fox festgelegt. „Marilyn“ wurde wegen der Ähnlichkeit zu der Broadway-Schauspielerin Marilyn Miller gewählt, „Monroe“ war der Geburtsname ihrer Mutter Gladys. Erst im Jahr 1956 änderte sie ihren Namen offiziell zu Marilyn Monroe.

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DAS Sexsymbol des 20. Jahrhunderts

Marilyn Monroe war eines DER größten Sexsymbole des 20. Jahrhunderts dank ihrer platinblonden Haare und der weiblichen Kurven. Tatsächlich war ihre ikonische Frisur jedoch gefärbt, denn Marilyn hatte eigentlich brünette Haare. Sie war 1,66 Meter groß und trug eine Kleidergröße, die heute in etwa der 42 entspricht. Ihre Maße wurden oft mit 93-58-91 angegeben. Marilyn achtete extrem auf ihr Styling. Selbst kleine Details wie Lippenfarbe und Lichtsetzung bei Dreharbeiten wurden genau geplant.

Marilyn Monroe
Marilyn Monroe steht bis heute für Femininität, Glamour und Eleganz (Archivbild)
Getty Images

Marilyn war Schauspielerin, Model, Produzentin und ist bis heute vielleicht DIE Film-Ikone überhaupt. Weltweite Bekanntheit erlangte sie in den 1950er-Jahren mit Filmen wie „Niagara”, „Blondinen bevorzugt”, oder „Wie angelt man sich einen Millionär?”. Weitere Produktionen wie „Das verflixte siebte Jahr” folgten und verhalfen ihr zu weltweitem Ruhm. Der Hollywood-Star steht bis heute für Femininität, Glamour und Eleganz.

Marilyn Monroe hatte große Selbstzweifel

Kaum zu glauben: Trotz Weltruhm litt Marilyn unter Unsicherheiten. Kollegen wie Laurence Olivier berichteten immer wieder, dass sie Angst hatte, nicht gut genug zu sein. Dieses Gefühl begleitete sie durch viele Dreharbeiten.

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Die wohl berühmteste Schauspielerin ihrer Zeit stotterte als Kind stark. Laut der Biografie von Donald Spoto arbeitete sie hart daran, ihre Sprache zu kontrollieren – und entwickelte daraus sogar ihren markanten, langsamen, gehauchten Sprechstil, der irgendwie zugleich verletzlich und erotisch klang. Tragischerweise kehrte das Stottern ausgerechnet am Set ihres letzten Films „Something’s Got To Give” aufgrund von Nervosität und psychischer Belastung zurück. Der Film konnte nicht vollendet werden.

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Erfolgreiche Karriere als Sängerin

Marilyn Monroe hat nie eine professionelle Ausbildung zur Sängerin gemacht und feierte trotzdem große Erfolge mit ihrer Musik. 1954 ging sie sogar auf Tour und trat vor amerikanischen Soldaten in Südkorea auf. Ihre bekanntesten Songs sind bis heute unvergesslich: Mit „Diamonds Are A Girl’s Best Friend” und „I Wanna Be Loved By You” sang sie sich in den Herzen ihres Publikums. Kurz vor ihrem Tod machte sich die Amerikanerin unsterblich, als sie im Mai 1962 dem damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy das Geburtstagsständchen „Happy Birthday, Mr. President” hauchte.

Marilyn Monroe zierte das erste Playboy-Cover

Marilyn Monroe zierte das Cover des allerersten Playboy-Magazins von 1953. Allerdings posierte sie nicht direkt für das Magazin, sondern ihre bereits existierenden Aktfotos wurden für die Premieren-Ausgabe verwendet. Als Marilyn 1949 für die Bilder vor der Kamera stand, war sie noch ein unbekanntes Model und posierte aus Geldnot für einen Pin-up-Kalender. Hugh Hefner kaufte diese Schnappschüsse und veröffentlichte sie im Dezember 1953 ohne ihr Wissen im ersten Playboy-Magazin. Für das ursprüngliche Fotoshooting erhielt Marilyn 50 Dollar. Obwohl Marilyn nicht explizit für den Playboy nackt posierte, halfen ihre Aufnahmen, den Grundstein für das Playboy-Imperium zu legen.

Marilyn Monroes IQ überraschte selbst Kritiker

Viele unterschätzten Marilyn Monroe wegen ihres Sexsymbol-Images. Dabei lag ihr Intelligenzquotient laut verschiedenen Berichten über dem Durchschnitt. Demnach soll sie einen IQ von etwa 162 bis 168 gehabt haben, was oft mit dem geschätzten IQ von Albert Einstein verglichen wird. Damit sollen ihre verborgenen intellektuellen Fähigkeiten hervorgehoben werden. Zeitgenossen berichten, dass Marilyn sich sehr für Literatur interessierte, sie las Werke von Dostojewski und Freud und besaß über 400 Bücher.

Und Marilyn war auch selbst aktiv als Autorin. Abseits der Kamera lebte sie ihre kreative Ader im Privaten aus. In ihren Notizen finden sich persönliche Texte, Gedichte und Gedanken über ihr Leben – oft melancholisch und sehr ehrlich.

Politisch interessierter als viele denken

Marilyn Monroe setzte sich mit gesellschaftlichen Themen auseinander und unterstützte unter anderem die Bürgerrechtsbewegung in den USA. Sie pflegte Kontakte zu Aktivisten und Künstlern, die sich politisch engagierten. Außerdem unterstützte sie aktiv soziale Anliegen und galt in ihrem Freundeskreis als offen und respektvoll gegenüber queeren Menschen, was für die damalige Zeit fortschrittlich war.

Aufgrund ihrer Ehen (insbesondere mit dem Schriftsteller Arthur Miller) und ihrer Freundeskreise wurde Marilyn ab 1955 vom FBI beobachtet, da befürchtet wurde, sie stünde der Kommunistischen Partei nahe. Trotz ihrer politischen Neigungen wurde die Schauspielerin in der Öffentlichkeit fast ausschließlich als das lächelnde, bezaubernde Sexsymbol wahrgenommen.

Marilyn Monroe gründete ihre eigene Produktionsfirma

In den 1950er-Jahren ein mutiger Schritt: Marilyn wollte nicht länger nur als „naive, dumme und verführerische Blondine“ besetzt werden. Denn sie hasste ihr Image, obwohl es ihr Geld und Ruhm einbrachte. Marilyn wollte viel mehr als Mensch und ernst zu nehmende Schauspielerin wahrgenommen werden. Also gründete sie kurzerhand ihre eigene Firma – und kämpfte für bessere Rollen und mehr Kontrolle über ihre Karriere. „Ein Sexsymbol ist ein Ding und ich hasse es, ein Ding zu sein”, sagte Marilyn einst.

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Mysteriöser Tod mit 36 Jahren

Marilyn Monroe wurde am 5. August 1962 im Alter von 36 Jahren nackt und tot in ihrem Haus in Brentwood (US-Bundesstaat Kalifornien) aufgefunden. Offiziell als „wahrscheinlicher Suizid” durch eine Überdosis Schlaftabletten eingestuft, befeuern mysteriöse Umstände – wie ein umklammerter Telefonhörer und fehlende Tablettenreste im Magen – bis heute Mordtheorien und Verschwörungstheorien. Die Nähe der Schauspielerin zur Kennedy-Familie (John F. und Robert F. Kennedy) nährte Gerüchte über eine mögliche Vertuschung durch Geheimdienste oder Mord, um Skandale zu verhindern.

Marilyns Leben war ein ständiger Spagat zwischen Ruhm und Verletzlichkeit. Genau das macht sie bis heute so spannend. Hinter dem perfekten Lächeln steckte eine Frau, die viel mehr war als ihr Image – und deren Geschichte bis heute berührt.

Verwendete Quellen: Marilyn Monroe: Die Biographie, Vogue, The Circle, PBS, Smithsonian Magazine, Rolling Stone