160 Millionen Zuschauer beim ESC? „Das ist crazy!“ Wird Malou Lovis von „The Voice of Germany“ zu „The Voice FOR Germany“?

Es wäre ihr eine Ehre, Deutschland zu vertreten.
Ihr Stern am deutschen Pophimmel geht Ende 2023 auf, als Malou Lovis die Castingshow „The Voice of Germany“ gewinnt. Ihre Coaches: Bill und Tom Kaulitz! Jetzt möchte die Wahl-Berlinerin mit „When I’m with you“ für Deutschland zum ESC nach Wien. Im Interview mit RTL.de erzählt sie, was sie zur Teilnahme im deutschen Finale bewogen und wie Bill auf ihren Song reagiert hat.
Malou Lovis: Der ESC ist ein Safe Space
„Ich habe lange überlegt, ob das die Plattform für mich ist“, sagt uns die 26-Jährige, als wir sie auf den Eurovision Song Contest ansprechen. Am 15. Januar veröffentlicht der SWR, der in diesem Jahr für den Wettbewerb in Deutschland verantwortlich ist, die Namen der Teilnehmer für das deutsche Finale am 28. Februar. Malou Lovis gehört neben Sarah Engels und Marti Fischer von „Ragazzki“ zu den bekanntesten Namen im Feld.
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Schon als Kind habe sie den ESC zusammen mit ihrer Oma verfolgt. Am Ende war ihre Entscheidung, einen Song für das deutsche Finale einzureichen, aber klar, denn: „Ich finde es cool, dass der ESC schon seit so vielen Jahren für queere Menschen ein Safe Space ist und so viel Sichtbarkeit schafft!“ Die 26-Jährige, die in einem kleinen Ort an der deutsch-niederländischen Grenze aufwuchs, ist selbst offen queer.
Malou Lovis hat weiter Kontakt zu Bill und Tom Kaulitz
Ein Grund, warum der – wie sie es nennt – „Vibe“ zwischen ihr und Bill und Tom Kaulitz bei „The Voice of Germany“ so gut gepasst hat. Natürlich habe Malou gehofft, dass sich wenigstens ein Juror für sie entscheidet. Am Ende waren es eigentlich alle vier Coaches, doch Ronan Keating wurde von den Kaulitz-Zwillingen geblockt. Sie habe im Vorfeld mit dem Gedanken gespielt, zu Ronan ins Team zu gehen. „Und es war mir wirklich auf der Bühne dann sofort klar, dass es nur Bill und Tom werden können.“
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Malou verrät auch, dass sie auf der Bühne so gut wie nichts vom Geschehen bei den Coaches mitbekommen habe. „Man hört ja im Fernsehen dann immer diesen lauten Buzzerton. Den gibt es aber nicht im Studio.“
Auch heute noch sei Malou „immer mal wieder“ in Kontakt mit Bill und Tom. Ihren ESC-Song „When I’m with you“ habe sie Bill Kaulitz geschickt, der ihn [in den sozialen Medien, Anm. d. Red.] geteilt habe. „Wenn ich Feedback möchte oder Fragen habe, dann schreibe ich eigentlich immer Bill.“

„When I’m with you“ ist ein queeres Liebeslied
Der Song für das deutsche Finale „spiegelt mich gut wider“, erzählt Malou. „Er bringt gute Laune, einen guten Vibe und ein gutes Gefühl. Und das war eigentlich der Grund, warum ich mich für den Song entschieden habe.“ Zwar zeige er ihre Stimme nicht perfekt, aber er sei sehr chillig. „Wir brauchen mehr queere Liebeslieder!“
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Das möchte sie auch auf der Bühne umsetzen: „Wir haben ganz viele gemütliche Farben und ich möchte ein Wohnzimmergefühl schaffen. Es wird auf jeden Fall auch Tänzerinnen geben und ich hoffe, dass ich eine queere Liebesgeschichte auf die Bühne bekommen kann.“
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Es wäre ihr eine Ehre, Deutschland in Wien zu vertreten
Auch mit ihren Mitbewerbern um das Ticket nach Wien habe sie sich schon beschäftigt. „Wir haben alle neun unser eigenes Genre. Man kann uns nicht vergleichen.“ Natürlich habe Sarah Engels die größte Reichweite, das sei Fakt. „Ich hoffe, dass wir am 28. Februar einen schönen Abend haben. Dass wir alle Spaß haben. Und am Ende zufrieden sind mit unseren Performances.“
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Das ESC-Finale verfolgen regelmäßig rund 160 Millionen Zuschauer. „Das macht mir keine Angst. Aber das ist crazy!“ Doch momentan liegt ihr Fokus noch auf dem Vorentscheid in Berlin: „Zu Wien mache ich mir danach Gedanken – falls es so weit kommt.“ Wie die meisten Künstler, kämpft auch Malou mit Lampenfieber: „Ich bin immer nervös. Aber wirklich immer.“ Doch sie versuche sich zu sagen, dass gar nichts Schlimmes passieren kann.
Malou würde sich freuen, am 16. Mai vor besagten 160 Millionen Zuschauern auf die Bühne zu gehen. „Es würde mir sehr viel bedeuten, wenn ich für Deutschland nach Wien fahren darf. Eine große Ehre und viel Vertrauen, das in einen gesetzt wird.“
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
































