Langes Statement bei InstagramVorwürfe gegen Christian Ulmen – enger Kollege Fahri Yardim ist „geschockt”

Fahri Yardim gilt als enger Freund von Christian Ulmen
Fahri Yardim (links) gilt als enger Freund von Christian Ulmen (Archivbild)
imago images/POP-EYE

„Ich brauchte Zeit.”
Schauspieler Fahri Yardim (45) hat sich erstmals öffentlich zu Christian Ulmen (50) und den Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes (44) geäußert. Yardim ist seit Jahren der feste TV-Partner von Ulmen. Der Schauspieler meldet sich spät und wird prompt für seine Worte kritisiert.

Fahri Yardi spielte neben Ulmen und Fernandes in „jerks.”

Nach Bekanntwerden der Anschuldigungen gegen Christian Ulmen hat sich nun sein „jerks.”-Kollege Fahri Yardim (45) bei Instagram zu Wort gemeldet. Von 2017 bis 2023 spielte er in der Serie neben Ulmen die Hauptrolle. Auch Ulmens Ex-Frau Collien Fernandes (44) spielte in dem Comedy-Format mit.

Lese-Tipp: In der ARD darf Christian Ulmen weiter Polizist sein

Die Schauspielerin hatte vor wenigen Tagen in einem Bericht des Spiegel schwere Vorwürfe gegen Ulmen erhoben. Sie wirft ihrem Ex-Ehemann vor, über Jahre hinweg Fake-Profile in ihrem Namen erstellt zu haben, um mit Hunderten von Männern in Kontakt zu treten und dabei auch pornografische Inhalte – teils KI-generierte Deepfakes – verbreitet zu haben. Fernandes erstattete dem Bericht zufolge Ende 2025 Anzeige in Spanien, dort hatten die beiden zuletzt gelebt. Die Vorwürfe sind dem Bericht zufolge unter anderem Anmaßung des Personenstands, öffentliche Beleidigung und Körperverletzung. Das Gericht habe „sogenannte Vorermittlungen eingeleitet”. Ob Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt werde, sei aktuell offen.

Lese-Tipp: Anzeige gegen Ulmen: Ist das spanische Recht strenger als das deutsche?

Video-Tipp: Täterparadies Deutschland? Was Collien Fernandes Ulmen vorwirft

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Fahri Yardis Statement zu den Vorwürfen von Collien Fernandes

Fahri Yardim beschreibt sein Statement als „verspätet” und „unvollständig”. Er sei „genauso geschockt” wie viele andere. „Ich bewundere Colliens Mut. Ich bin dankbar für den Zuspruch, den sie erhält. Ich fühle mit ihr. Und ich bin dankbar dafür, wie sie ihre persönliche Geschichte in eine Kraft übersetzt, die echte strukturelle Veränderung möglich macht. Dafür hat sie meine volle Solidarität.”

Opfern zu glauben, sei für ihn eine grundlegende normative Haltung und die Vorwürfe verdienten Schutz und ernsthafte Aufmerksamkeit. Ihm sei bewusst, dass sein Zögern nicht neutral ist. „Es hat Wirkung, es beeinflusst, welche Deutungen Gewicht bekommen, welche Perspektiven sich verfestigen und welche Schutzräume gestärkt oder geschwächt werden.” Auch wenn er dies nicht beabsichtige, sei er Teil dieser Wirkung.

Lese-Tipp: Während ihrer Deepfake-Recherche – schrieb Collien HIER mit Christian Ulmen?

Trotz dessen habe er Zeit gebraucht, da er auf zwei Ebenen, der öffentlichen und der persönlichen, berührt sei. Er habe keine schnelle, eindeutige Position einnehmen können, „ohne dass etwas Wesentliches verloren gegangen wäre”.
Er wolle sich der Selbstkritik stellen, die eigene Perspektive als nicht abgeschlossen begreifen und die blinden Flecken mitdenken. Am Ende fügte der Schauspieler an, dass dies keine abschließende Antwort sei. Er sehe nun klarer, dass sein Zögern selbst bereits eine Position sei und er versuche, sich diesen Folgen zu stellen.

„Unpersönlich” - Kritik an Fahri Yardims Statement

Unter dem Posting gibt es Kritik an Yardims Worte. Unter anderem beschreibt Schauspieler Steffen Groth (51) den Text als „generisch, kryptisch und unpersönlich”. Er klinge eher „nach ChatGPT als nach deiner Meinung”. Yardim erklärte dazu in seinem Beitrag: „Es stimmt, der Text ist verkopft.” Er sei auch Ausdruck seiner Überforderung. „Und eines Anteils von mir, der gerade verzweifelt den Krisenmodus übernimmt. Eine erste Annäherung an die berechtigte Erwartung, sich zu bekennen. Ich melde mich wieder, wenn ich mein Herz wiedergefunden hab.”

Lese-Tipp: „Mir wurde komplett übel“– Ricarda Lang über den Deepfake-Fall Collien Fernandes

Zuvor hatte sich „jerks.”-Co-Star Pheline Roggan (44) bereits zu Wort gemeldet. Die Schauspielerin, die in der Serie die Partnerin von Ulmens bestem Freund Fahri Yardim verkörperte, nutzte Instagram für eine deutliche Botschaft. In der Kommentarspalte des Instagram-Beitrags von Fernandes, in dem sie die Vorwürfe gegen ihren Ex-Ehemann schilderte, schrieb Roggan: „Liebe Collien, es tut mir so wahnsinnig leid, was dir angetan wurde! Und ich bewundere dich dafür, dass du den Mut und die Kraft hast, damit an die Öffentlichkeit zu gehen, damit die Scham endlich die Seiten wechselt.”

Lese-Tipp: Jubel bei Preisverleihung! Deutscher Schauspiel-Star mit deutlichen Worten zu Collien Fernandes

Kollegin Emily Cox (41) schrieb in einem eigenen Instagram-Beitrag: „Liebe Collien, ich bewundere deinen Mut, deine Klarheit, deine Kraft - ich bewundere dich.”

Nach der Spiegel-Berichterstattung meldete sich Christian Ulmens Anwalt zu Wort. Prof. Dr. Christian Schertz vertritt die presserechtlichen Interessen des Schauspielers. Er teilte mit: „Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den Spiegel rechtliche Schritte einzuleiten. Es handelt sich zum einen in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung. Zum anderen werden unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet. Wir bitten daher unbedingt, die Persönlichkeitsrechte von Herrn Ulmen zu beachten und von einer Übernahme einseitiger Vorwürfe Abstand zu nehmen.” Eine RTL-Anfrage ließ Rechtsanwalt Prof. Dr. Schertz zunächst unbeantwortet. Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

Der Streaminganbieter Joyn hat nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Serie „aufgrund der aktuellen Situation [...] offline genommen”, erklärte ProSieben-Sprecher Christoph Körfer auf Nachfrage von spot on news. (lha)

Verwendete Quellen: spot on news, eigene RTL-Recherche