„Unsere ganze Loyalität und Empathie gilt Collien Fernandes”„jerks.”-Macher distanzieren sich von Christian Ulmen – und stellen eine Forderung

„Zutiefst schockiert und entsetzt über die Vorwürfe.”
Die Produktionsfirma Pyjama Pictures hat sich nach den schweren Vorwürfen von Collien Fernandes (44) gegen Christian Ulmen (50) in einer bei Instagram veröffentlichten Erklärung deutlich von dem Schauspieler distanziert. Außerdem stellen sie eine Forderung an den Schauspieler.
„Wir verurteilen Gewalt jeglicher Natur”
„Wir, die Kolleginnen und Kollegen der Pyjama Pictures GmbH sind zutiefst schockiert und entsetzt über die Vorwürfe gegen Christian Ulmen”, heißt es zu Beginn des Statements, das am Freitag (20. März) veröffentlicht wurde. „Von den beschriebenen Ereignissen hatten wir bis gestern keine Kenntnis.”
Im Namen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erklären Carsten Kelber und Frank Buchs von Pyjama Pictures: „Unsere ganze Loyalität und Empathie gilt Collien Fernandes, sowie allen Opfern von sexuellem, phsysischem, sowie emotiononalem Missbrauch. Wir verurteilen Gewalt jeglicher Natur – analog oder digital.”
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Christian Ulmen soll Gesellschafter-Anteile abtreten
Weiter wird mitgeteilt, dass der 50-Jährige seine Anteile als Gesellschafter abtreten soll: „Auch wenn die Unschuldsvermutung gilt, sind wir zum Schutz der Firma bereits mit Christian Ulmen im Gespräch, seine Gesellschafteranteile zurückzugeben.” Ulmen sei demnach schon seit dem Mai 2023 kein Teil der Geschäftsführung mehr und es seien „keine weiteren Projekte mit Christian Ulmen als Showrunner in Planung”.
Pyjama Pictures, eine Tochter von ProSiebenSat.1, hat in der Vergangenheit unter anderem zwei Staffeln der Serie „jerks.” produziert. Der Streaminganbieter Joyn hatte die Serie nach Bekanntwerden „aufgrund der aktuellen Situation [...] offline genommen”, erklärte ProSieben-Sprecher Christoph Körfer auf Nachfrage von spot on news.
Schwere Vorwürfe von Collien Fernandes
Die Vorwürfe, die durch eine Recherche des Spiegel öffentlich wurden, wiegen schwer. Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Ehemann vor, über Jahre hinweg Fake-Profile in ihrem Namen erstellt zu haben, um mit Hunderten von Männern in Kontakt zu treten und dabei auch pornografische Inhalte – teils KI-generierte Deepfakes – verbreitet zu haben. Fernandes erstattete dem Bericht zufolge Ende 2025 Anzeige in Spanien, dort hatten die beiden zuletzt gelebt. Die Vorwürfe sind dem Bericht zufolge unter anderem Anmaßung des Personenstands, öffentliche Beleidigung und Körperverletzung. Das Gericht habe „sogenannte Vorermittlungen eingeleitet”. Ob Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt werde, sei aktuell offen.
Nach der Spiegel-Berichterstattung meldete sich Christian Ulmens Anwalt zu Wort. Prof. Dr. Christian Schertz vertritt die presserechtlichen Interessen des Schauspielers. Er teilte mit: „Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den Spiegel rechtliche Schritte einzuleiten. Es handelt sich zum einen in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung. Zum anderen werden unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet. Wir bitten daher unbedingt, die Persönlichkeitsrechte von Herrn Ulmen zu beachten und von einer Übernahme einseitiger Vorwürfe Abstand zu nehmen.” Eine RTL-Anfrage ließ Rechtsanwalt Prof. Dr. Schertz zunächst unbeantwortet.
Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. (vho mit spot on)
Verwendete Quelle: Spot on news


