Nach Vorwürfen von Collien FernandesProSieben zieht Ulmen-Reißleine – Serie „jerks.” nicht mehr bei Joyn zu finden

ProSieben wendet sich von seinem Star ab!
Die Serie „jerks.” mit Christian Ulmen und Collien Fernandes ist nicht mehr auf dem Streamingdienst Joyn abrufbar. Collien Fernandes hatte schwere Vorwürfe gegen Christian Ulmen öffentlich gemacht, in denen auch von „digitaler Vergewaltigung” die Rede ist.
„jerks.” nicht mehr bei Joyn abrufbar
„Aufgrund der aktuellen Situation hat Joyn am Donnerstag die mit mehreren Fernsehpreisen ausgezeichnete Serie ‘Jerks’, in der Collien Fernandes und Christian Ulmen ein geschiedenes Ehepaar spielen, offline genommen”, erklärte ProSieben-Sprecher Christoph Körfer auf Nachfrage der Nachrichtenagentur spot on news. „Unabhängig davon gilt eine wichtige Säule des Rechtsstaatsprinzips: die Unschuldsvermutung.”
In der Comedy-Serie spielt Ulmen neben Fahri Yardim (45). „jerks.” war erstmals 2017 zu sehen, zunächst bei Maxdome, später bei Joyn. Im Februar 2023 startete die finale fünfte Staffel der von Ulmens Produktionsfirma Pyjama Pictures entwickelte Serie exklusiv bei Joyn Plus+. Die Serie handelt von der Freundschaft der beiden Hauptdarsteller, die sich scheinbar selbst als Christian und Fahri spielen, und deren Alltagsproblemen und peinlichen Katstrophen. Jede Episode stellt eine Mischung aus nacherzählten Begebenheiten und fiktiven Elementen dar, alle Dialoge sind dabei improvisiert. Collien Fernandes tauchte in mehreren Episoden als Christians Ex-Frau auf. Weitere Rollen übernahmen Emily Cox (41) oder Pheline Roggan (44).
Die Serie wurde dreimal mit dem Deutschen Comedypreis, einmal mit dem Deutschen Fernsehpreis und einmal mit der Romy ausgezeichnet.

Collien Fernandes erhebt Vorwürfe gegen Ex-Mann Christian Ulmen
Am Donnerstag (19. März) hatte der „Spiegel” über Vorwürfe von Collien Fernandes berichtet. Wie es in dem Bericht heißt, wurden auf Plattformen wie LinkedIn Profile in ihrem Namen angelegt. Demnach gab sich jemand als die 44-Jährige aus. Zudem soll pornografisches Material verschickt worden sein, das mit Videos und Bildern offenbar bewusst den Eindruck vermitteln sollte, es handle sich bei den gezeigten Frauen um Fernandes. Sie habe im November 2024 wegen gefälschter Profile Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Inzwischen glaubt die 44-Jährige, dass Christian Ulmen dafür verantwortlich sein könnte, heißt es im „Spiegel” weiter.
Fernandes habe Ende vergangenen Jahres in Spanien Anzeige gegen Ulmen erstattet. Aus der eingereichten Anzeige gehe hervor, dass sie seit etwa zehn Jahren Opfer eines „Identitätsdiebstahls über soziale Netzwerke” sei. Collien Fernandes wird im „Spiegel” mit den Worten zitiert: „Du hast mich virtuell vergewaltigt.”
Christian Ulmen selbst habe sich zu Fragen des „Spiegel”, dem ein Entwurf der Anzeige vorliege, nicht geäußert. Das Gericht habe dem Bericht zufolge angeblich „sogenannte Vorermittlungen eingeleitet”. Ob eine Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt werde, sei aktuell offen.
Christian Ulmens Anwalt: „Unwahre Tatsachen”
Nach der „Spiegel”-Berichterstattung meldete sich Christian Ulmens Anwalt zu Wort. Prof. Dr. Christian Schertz vertritt die presserechtlichen Interessen des Schauspielers. Er teilte mit: „Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den Spiegel rechtliche Schritte einzuleiten. Es handelt sich zum einen in großen Teilen um eine unzulässige Verdachtsberichterstattung. Zum anderen werden unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet. Wir bitten daher unbedingt, die Persönlichkeitsrechte von Herrn Ulmen zu beachten und von einer Übernahme einseitiger Vorwürfe Abstand zu nehmen.” Eine RTL-Anfrage ließ Rechtsanwalt Prof. Dr. Schertz zunächst unbeantwortet.
Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
Verwendete Quelle: spot, eigene RTL-Recherche. Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.


