„Alles was zählt”-Star hat Millionen Abrufe mit Wutpost„Da feiert der Arsch richtig Kirmes“ – André Dietz rechnet mit Friedrich Merz ab

Schauspieler André Dietz bei der Aufzeichnung einer Talkshow
Schauspieler André Dietz bei der Aufzeichnung einer Talkshow (Archivbild)
picture alliance / dpa | R4358 Georg Wendt

Klare Worte von André Dietz!
Der Schauspieler und Moderator macht seinem Ärger in einem Instagram-Video Luft – und spart dabei nicht mit Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Hintergrund sind Diskussionen über mögliche Kürzungen bei Inklusion, Pflege und Teilhabe von Menschen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen.

„Verbringe mal vier Stunden mit uns“

„Friedrich Merz hat ja allen Ernstes gefragt, ob nicht vielleicht eine Person mehrere Leute mit Behinderung betreuen könnte“, sagt Dietz fassungslos in die Kamera. Dann legt er nach: „Oh Mann, das ist wirklich eine richtig, richtig clevere Idee.“

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Der 50-Jährige wird dabei sehr persönlich. Gemeinsam mit seiner Frau Shari hat André Dietz vier Kinder. Tochter Mari lebt mit dem Angelman-Syndrom, einer seltenen genetischen Erkrankung, die mit schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen verbunden ist.

Das Wutvideo geht viral

Genau deshalb treffen ihn die aktuellen Debatten besonders hart. „Ey, Friedrich, komm doch einfach mal vorbei. Verbring doch einfach mal einen halben Tag mit uns. Ach Quatsch, verbringe mal vier Stunden mit uns und erzähl mir das noch mal“, fordert Dietz. Dabei betont er auch, dass seine Familie kein Einzelfall sei. Viele Angehörige würden schon jetzt enorme Belastungen tragen.

Fans und Follower des Schauspielers stimmen ihm uneingeschränkt zu. Und nicht nur die, denn das Wutvideo geht viral! Mehr als 7,1 Millionen Menschen haben es seit dem 19. Mai gesehen, fast 400.000 markieren seine Aussagen mit einem Like und mehr als 9.000 Kommentare zeigen: André Dietz hat buchstäblich einen Nerv getroffen. Niemand versteht die aktuellen Überlegungen des Bundeskanzlers.

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„Man verlagert die Last zurück in die Familien”

Besonders die geplanten Einsparungen machen den Schauspieler wütend, sagt er über die Diskussionen in Berlin. Für ihn ist klar: Kürzungen würden die Probleme nur verlagern. „Wenn man bei Pflege und Inklusion die Gelder kürzt, dann spart man nichts. Man verlagert einfach die Last zurück in die Familien.“

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Und genau das mache ihm Angst – auch wegen seiner anderen Kinder. „Das macht mich dann noch mal extra sauer, weil damit auch meine anderen drei Kinder mit betroffen sind.“ Zum Schluss wird Dietz nachdenklich. Niemand sei davor geschützt, irgendwann selbst mit Behinderung oder Pflege konfrontiert zu werden. „Es ist so sehr wahrscheinlich, dass wir alle irgendwann mit dem Thema Inklusion konfrontiert werden. Sei es durch einen Unfall, durch eine Krankheit.” Für den 50-Jährigen absolut unverständlich, dass man ausgerechnet hier sparen will.

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Ob der Bundeskanzler das Wutvideo gesehen hat? Unklar. Aber vielleicht zeigt jemand Friedrich Merz diese wichtigen 135 Sekunden. Die ihm deutlich machen werden, dass Kürzungen für Menschen mit Einschränkungen womöglich der falsche Weg sind.

Verwendete Quellen: Instagram