Trotz Drohnen und RaketenAlles super in Dubai? Die irritierenden Aussagen der Influencer
Echte Gefühle oder unausgesprochenes Redeverbot.
Die glitzernde Luxusstadt Dubai ist vor allem bei deutschen Influencern seit Jahren äußerst beliebt. Sarah Harrison (34) wohnt dort mit ihrem Mann Dominic (34), ebenso Reality-Star Georgina Fleur (35) oder Ex-DSDS-Star Kim Gloss (33). Seit dem Wochenende kratzt der Krieg im Nahen Osten am heile-Welt-Image der Traummetropole – doch einige Influencer zeigen sich weiterhin fröhlich und positiv in ihren Social-Media-Posts. Sind die Stars wirklich so entspannt, wie sie tun? Oder hat ihnen jemand einen Maulkorb verpasst?
Verona Pooth bangt um Sohn Rocco
Rocco Pooth (14), jüngster Sohn von TV-Star Verona Pooth (57) und ihrem Mann Franjo(56), sitzt in Dubai fest, an seiner Seite ist nur die Freundin seines älteren Bruders Diego (22). Mama Verona spricht bei RTL ganz offen über Gefühle: „Wir sind in Düsseldorf und er ist nicht bei uns.“ Die Situation sei beängstigend, denn aus der Ferne erreichen sie Schilderungen, dass die beiden Einschläge hören. Scheiben würden vibrieren. Der Krieg ist plötzlich ganz nah.
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Seit den amerikanisch-israelischen Militärschlägen auf den Iran reagiert das Land unter anderem mit Angriffen in den Golfstaaten. Dubai und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten, aber auch Städte in Katar, Bahrain und Kuwait sind unter Beschuss. Es gab Dutzende Verletzte und vereinzelt Tote, es kommt zu Bränden und Schäden. Auch Hotels, Wohnhäuser und Flughäfen werden zu Zielen. Die Emirate meldeten bisher Hunderte Angriffe mit Raketen und Drohnen, von denen der größte Teil abgefangen worden sei.
Auf dem Instagram-Account der ehemaligen „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus”-Teilnehmerin Georgina Fleur erleben Follower ein anderes Bild der Lage. „Du lebst in Dubai. Hast du keine Angst”, schreibt die 35-Jährige in einem Video. „Nein, will ich weiß, wer uns beschützt”, heißt es weiter. Dazu werden Bilder der Scheichs eingeblendet. Unterlegt mit dramatischer Musik. Auf den vielen Accounts internationaler Influencer finden sich ähnliche Posts.

Kritikern drohen in den Emiraten hohe Strafen
Klemens Fischer ist Professor für Internationale Beziehungen und Geopolitik an der Universität zu Köln. Der Experte weiß: „Die Selbstbeschränkung bei kritischen Aussagen hat mehrere Gründe. Auf der einen Seite weiß man nicht, wie die Regime reagieren. Und das zweite ist: es gibt immer einen Tag danach. Man will ja eigentlich auch in diesem Land bleiben. Und diese Staaten sind definitiv nicht dafür bekannt, dass sie besonders offen für Kritik von Dritten sind.”
Um als Influencer in Dubai arbeiten zu können, braucht man eine staatliche Lizenz. Influencerin Ina Aogo (36) stellt am Dienstag (3. März) klar, sie würde nur das sagen, was sie vor Ort erlebe: „Ich habe euch noch nie belogen und ich hätte auch keinen einzigen Grund dazu.”
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Kritik an der Regierung, den Behörden und ihrer Arbeit stehen in den Emiraten unter Strafe. Wer „den Ruf, das Ansehen oder die Würde” der Emirate beschädige, dem drohen laut dpa bis zu fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe von umgerechnet bis zu 117.000 Euro.
Anzeige:Dubai-Influencer löschen Posts
Einige Influencer wie Zara Secret löschten Reels und Posts vom Wochenende, in denen Ängste oder Unsicherheit gezeigt wurden, berichtet die Berliner Morgenpost. „Wir dürfen nichts posten! Ich musste alles löschen!“, erklärt die Unternehmerin ihren 340.000 Followern dazu.
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„Make Love, Fake Love”-Star Elena Miras (33) ist am Dienstag (3. März) nach bangen Stunden in der Ferne mit ihrer Tochter zurück in ihrer Heimat. Die 33-Jährige hat ihre Sorgen auf Instagram offen angesprochen und sagt jetzt: „Lasst euch nicht täuschen, die Situation vor Ort ist nicht so schön, wie sie dargestellt wird. Es ist beängstigend, es wurde auch heute Abend wieder angegriffen.” (lha)
Verwendete Quellen: RTL-eigene Recherche, Instagram Georgina Fleur, Instagram Ina Aogo, dpa, Berliner Morgenpost, Instagram Elena Miras


