ntv-Finanzexperten über Influencer-Paradies„Iran hat Dubais Business-Modell innerhalb von 24 Stunden zerstört“
„Wir sind Stars – uns kann hier nichts passieren.”
Jahrzehntelang gilt Dubai als das goldglitzernde Zentrum für globales Kapital und Luxus. Doch der Konflikt mit dem Iran entlarvt die Verwundbarkeit der Metropole – steht das Steuer- und Influencerparadies nun vor einer historischen Flucht der Investoren?
Versprechen Dubais habe nach Angriffen Risse genommen
Die „wahrgenommene Sicherheit” des Lebens in Dubai sei für viele Auswanderer mit den Angriffen des Irans „über Nacht zerstört worden“, erklärt Finanzexpertin Sandra Navidi im ntv-Podcast Biz & Beyond mit Ulrich Reitz. Die Angst um Immobilien werde wachsen, dort Angestellte könnten ihre „Jobs verlassen wollen.” Sie rechnet mit einem „Schock” für die Regierung in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die sich „zwischen Donald Trump und dem Iran” positionieren müsse.
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Dubais Versprechen aus Steuerfreiheit und Stabilität habe Risse bekommen, die scheinbar idealen Bedingungen für Influencer und Unternehmer werden von Raketenalarmen und gesperrten Flughäfen getrübt. „Iran hat Dubais Business-Modell innerhalb von 24 Stunden zerstört”, stellt Navidi fest.
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Anzeige:Iran greift nach Militärschlägen Golfstaaten an
Ob der Reputationsschaden für die Metropole dauerhaft bleibe, müsse noch abgewartet werden. „Ich glaube, die kollektive Wahrnehmung war einfach: Wir leben hier im Luxus, wir sind Influencer, wir sind wichtig, wir sind Stars – uns kann hier nichts passieren.” Diese Illusion sei nun beendet.
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Auf die amerikanisch-israelischen Militärschläge gegen den Iran folgten Rache-Angriffe auf die Golfstaaten. Dubai und Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten, aber auch Städte in Katar, Bahrain und Kuwait sind unter Beschuss. Neben Dutzenden Verletzten und vereinzelten Toten kommt es auch zu Bränden und Schäden. Hotels, Wohnhäuser und Flughäfen werden zu Zielen. Die Emirate melden bisher Hunderte Angriffe mit Raketen und Drohnen, von denen der größte Teil abgefangen worden sei.
Verwendete Quellen: dpa, ntv-Podcast Biz&Beyond


