Traumurlaub endet im Albtraum!Roja und Lara schlagen sich 600 Kilometer durch den Nahen Osten, um nach Hause zu kommen

Roja und ihrer Freundin Lara (beide 26) wollen nur noch zurück nach Deutschland!
Denn während ihrer Kreuzfahrtreise und ihres Aufenthalts in Doha greifen die USA und Israel den Iran an. Inzwischen ist die Rede von fast 800 Toten. Das iranische Mullah-Regime verübt daraufhin Vergeltungsschläge in den arabischen Emiraten. Mittendrin die beiden Touristinnen aus Dortmund. „Immer wieder haben wir Explosionen gehört und wurden davon wach“, erzählt sie im Interview mit RTL.
„Man geht maximal mal in die Lobby, um ein paar andere Gesichter zu sehen oder zum Frühstücken”
Am vergangenen Samstag endete ihre Kreuzfahrt. Eigentlich wollen Roja und Lara noch ein paar Tage in Doha verbringen, darum haben sie auch keine Pauschalreise, sondern Flüge, Kreuzfahrt und Hotel separat voneinander gebucht. Und genau das wird den beiden nun zum Verhängnis.
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„Als ich von ,Mein Schiff’ runtergegangen bin, im Hafen von Doha, hat man noch nicht viel von der Situation mitbekommen.“ Doch als sie im Zimmer sind, flattern die ersten Warnmeldungen auf ihr Handy. „Wir haben es erst mal nicht für voll genommen, weil wir dachten, das wäre hier auch nur so ein Probealarm. Aber dann kamen die ersten Hotelmitarbeiter auf uns zu und haben gesagt: ‚Verlassen Sie das Hotel in den nächsten Stunden erst einmal nicht!‘“
Auch der Pool sei dauerhaft geschlossen, sei ihnen gesagt worden. Seitdem sitzen die beiden in ihrem Zimmer fest: „Es ist sehr beklemmend.“, so Roja. „Man geht maximal mal in die Lobby, um ein paar andere Gesichter zu sehen oder zum Frühstücken.“ Immer wieder hören die beiden Explosionen oder werden über Warnmeldungen auf dem Handy gewarnt. „Das macht das Ganze halt nicht angenehmer.“
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Roja und Lara wollen nur noch weg, zurück nach Hause! Doch weil sie ohne Reiseveranstalter gebucht haben, seien sie auf sich allein gestellt, erklärt die 26-Jährige. Die beiden haben sich die offizielle Krisenliste setzen lassen und sind mit der Botschaft und dem Auswärtigen Amt im Austausch. „Das Schlimmste an der ganzen Sache ist halt auch wirklich einfach diese Ungewissheit, dass man halt einfach nicht weiß: Wann kommt Hilfe, welche Art von Hilfe kommt, und wann trifft die Hilfe dann auch auf mich zu?“
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Ihre Verzweiflung ist so groß, dass sie nun sogar versuchen, auf eigene Faust das Land zu verlassen. Ihr Plan: Nach Saudi-Arabien fahren und von dort zurück nach Deutschland fliegen. Dabei haben sie sogar schon einen Flug von Riad nach Frankfurt gefunden und direkt gebucht. Er soll am Mittwoch starten.
Doch der Flughafen in Saudi-Arabien ist rund 600 Kilometer von Doha entfernt. Weil sie als junge Frauen nicht alleine quer durch das Emirat reisen wollen, haben sie sogar für 700 Euro einen Transfer gebucht. „Und dann kam keine zehn Minuten später sofort die Stornierung vor dem Transfer, sodass wir jetzt einen Flug haben, aber keinen Transfer“, erklärt sie am Montagabend. Ähnliches ist auch bei einem zweiten Transfer passiert. Dieser sei sogar noch teurer gewesen. „Es ist ein Hin und Her, es ist ein Auf und Ab der Gefühle, man hat wieder Hoffnung, dann wieder nicht.“
Hinzu kommt die finanzielle Belastung. „Wir haben über Instagram und WhatsApp auch schon einen Spendenaufruf gestartet über einen Paypal-Link“, so Roja. „Dadurch konnten wir auch wenigstens jetzt schon mal weiterarbeiten mit dem Flug und dem Transfer.“ Wie es für die beiden weitergeht, ist aktuell noch unklar. Sie hoffen, dass der nun dritte gebuchte Transfer sie „nicht im Stich lässt“ und sie so endlich zurück nach Deutschland kommen.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


