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Babesiose beim Hund: Symptome, Notfall und was die Behandlung kostet

Rot-brauner Urin und sehr hohes Fieber bei Babesiose sind ein Notfall, keine Beobachtungssache. Wir erklären, warum die Auwaldzecke auch im Winter aktiv bleibt und was die Notfallbehandlung kostet.

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Laura Schneider Geschrieben von Laura Schneider

Der Erreger Babesia canis befällt ausschliesslich die roten Blutkörperchen des Hundes und zerstört sie. Was der Halter davon sieht, ist sehr hohes Fieber, ein apathischer Hund und im typischen Fall rot-brauner Urin. Babesiose beim Hund ist ein Notfall: Unbehandelt verläuft sie häufig tödlich, und eine Notfallbehandlung mit Bluttransfusion summiert sich aus GOT-Positionen und belegten Marktpreisen auf rund 800 bis 1.700 Euro. Wenn Sie das hier lesen, weil Ihr Hund gerade Symptome zeigt, rufen Sie zuerst die Praxis an und lesen Sie danach weiter.

Das Wichtigste in Kürze

  • Notfall: Sehr hohes Fieber zusammen mit rot-braunem Urin gehört sofort in tierärztliche Hände. Unbehandelt führt Babesiose laut ESCCAP häufig zum Tod.
  • Überträger: die Auwaldzecke, auch Buntzecke genannt (Dermacentor reticulatus). Nach der ESCCAP-Empfehlung muss sie rund 24 Stunden saugen, bevor sie den Erreger überträgt.
  • Saison: Diese Zecke lässt sich von 4 °C und Bodenfrost nicht aufhalten und ist auch im Winter aktiv.
  • Behandlung: Imidocarb-Dipropionat gilt als Mittel der Wahl. Es ist in Deutschland nicht zugelassen und nur über den Import verfügbar. Üblich sind zwei Injektionen im Abstand von etwa zwei Wochen.
  • Kosten: Notdienstgebühr 50,00 Euro netto pauschal, Bluttransfusion je nach Anzahl der Bluteinheiten und Praxis ab ca. 450 bis 900 Euro. Im Notdienst gilt für jede GOT-Position mindestens der 2fache Satz.

Rot-brauner Urin und sehr hohes Fieber: jetzt zählt jede Stunde

Die Symptome der akuten Babesiose sind sehr hohes Fieber, Appetitlosigkeit, Lethargie, Gewichtsverlust, Anämie, Ikterus und rot-brauner Urin. Die ersten fünf davon passen auf ein Dutzend Erkrankungen. Die Verfärbung des Urins passt auf sehr wenige, und sie entsteht, weil zerstörte rote Blutkörperchen über die Niere ausgeschieden werden.

Sehen Sie diese Verfärbung, ist der Fall entschieden: Das ist kein Termin für morgen früh. Wichtig: Rufen Sie an, sagen Sie den Verdacht ausdrücklich am Telefon („Verdacht auf Babesiose, roter Urin, hohes Fieber“) und fragen Sie, ob Sie sofort kommen sollen. Ein angekündigter Verdachtsfall bekommt in der Praxis eine andere Reihenfolge als ein Hund, der mit „ist so schlapp“ im Wartezimmer sitzt.

Unser Rat: Nehmen Sie drei Dinge mit, die niemand später rekonstruieren kann: ein Foto des verfärbten Urins, das Datum des letzten Zeckenstichs, den Sie bemerkt haben, und den Namen des Zeckenschutzmittels samt letztem Anwendungsdatum. Wenn Sie die Zecke abgenommen und aufgehoben haben, bringen Sie sie mit. Diese drei Angaben verkürzen die Suche nach der Ursache und stehen später in der Akte, aus der Ihre Versicherung den Fall beurteilt.

Die Auwaldzecke ist im Winter aktiv, der Zeckenschutz meistens nicht

Babesia canis wird von der Auwaldzecke übertragen. Sie hat sich in den vergangenen Jahren deutschlandweit ausgebreitet: In einer Meldung vom Oktober 2023 berichtet ESCCAP, dass Dermacentor reticulatus 2020/2021 in allen Bundesländern nachgewiesen wurde, sich durch 4 °C und Bodenfrost nicht aufhalten lässt und eine unbehandelte Babesiose häufig tödlich endet.

Daraus folgt eine unbequeme Konsequenz für den Kalender. Die meisten Halter setzen den Zeckenschutz im Oktober ab und beginnen im April wieder. Genau dazwischen liegt die Zeit, in der diese Zeckenart aktiv bleibt. Ein Hund, der im Januar bei Bodenfrost durch eine Flussaue läuft, ist damit schlechter geschützt als derselbe Hund im Juni.

Nach der ESCCAP-Empfehlung zu vektorübertragenen Krankheiten (Stand April 2011) muss ein Zeckenweibchen rund 24 Stunden saugen, bevor Babesia-Sporozoiten für die Übertragung verfügbar sind. Längere Zeitangaben kursieren, sind aber nicht belegt. Die Entfernungstechnik und den Vergleich der Schutzmittel finden Sie bei den Zecken beim Hund.

Hundemalaria: warum der Name passt, wo er in die Irre führt und was das für Deutschland heisst

Babesiose wird auch Hundemalaria genannt, und der Vergleich trägt genau einen Punkt weit: Wie die Malariaerreger vermehren sich Babesien in den roten Blutkörperchen und zerstören sie, was Fieber, Blutarmut und Gelbsucht erklärt. Alles Weitere führt in die Irre. Es ist kein Malariaerreger, es ist keine Mücke im Spiel, und es ist vor allem keine Krankheit, die nur in warmen Ländern vorkommt. Wer den Namen wörtlich nimmt, sucht die Ursache im letzten Urlaub statt im Spaziergang von vorgestern.

Faustregel: Kommt dieser Verdacht auf, erzählen Sie in der Praxis von den Spaziergängen der letzten Tage und nicht von der letzten Reise. Flussauen, feuchte Wiesen und hohes Gras sind die Angaben, mit denen die Tierärztin etwas anfangen kann, und sie zählen auch bei einem Hund, der Deutschland nie verlassen hat.

Für den Raum Berlin und Brandenburg sind autochthone Babesiose-Infektionen dokumentiert, und ESCCAP berichtet über die Annahme, dass die Erkrankung dort in den kommenden Jahren endemisch wird. Ein Hund, der Deutschland nie verlassen hat, kann sich also im heimischen Auwald infizieren. Wenn Ihr Hund zusätzlich aus Südeuropa stammt oder dort im Urlaub war, kommen weitere Erreger ins Spiel, die anders getestet werden: dazu unsere Seite zu den Mittelmeerkrankheiten beim Hund.

Diagnose: was die Praxis im Blut sieht, und wie schnell

Der entscheidende Test ist der mikroskopische Blutausstrich. In der akuten Phase sind die Erreger darin oft direkt in den roten Blutkörperchen zu sehen, und er läuft in der Praxis selbst, nicht im Versandlabor. Ein negativer Ausstrich schliesst eine akute Babesiose allerdings nicht aus; dann folgt die PCR. Dazu gehört ein grosses Blutbild, das zeigt, wie weit die Blutarmut schon fortgeschritten ist und ob eine Transfusion nötig wird. Was dabei gemessen wird und was es kostet, erklärt unsere Seite zum Blutbild beim Hund.

Tipp: Fragen Sie im akuten Fall aktiv nach dem Blutausstrich, bevor Blut in ein externes Labor geschickt wird. Ein Antikörpertest, dessen Ergebnis erst in Tagen zurückkommt, hilft einem Hund mit sehr hohem Fieber heute nicht weiter. Wenn der Ausstrich negativ ausfällt, ist die Frage damit nicht beantwortet: Bestehen die Symptome, fragen Sie nach der PCR, statt den Hund mit einer Entwarnung nach Hause zu nehmen. Bei Verdacht auf Babesiose behandelt Ihre Tierärztin unter Umständen bereits, bevor das letzte Ergebnis vorliegt.

Behandlung: Imidocarb, Transfusion und die zwei Wochen danach

Imidocarb-Dipropionat gilt als Mittel der Wahl. Es ist in Deutschland für Hunde nicht zugelassen und erreicht Patienten nur über den Import, weshalb es nicht jede Praxis vorrätig hat. Üblich sind zwei Injektionen im Abstand von etwa zwei Wochen, dazu eine unterstützende Therapie, die sich nach dem Zustand des Hundes richtet: Infusionen, Fiebersenkung, Überwachung der Nierenwerte.

Ist zu viel rotes Blut zerstört, braucht der Hund eine Bluttransfusion. Dazu gehören eine Blutkonserve, eine Kreuzprobe zur Verträglichkeit, die Infusion selbst und die Überwachung währenddessen. Das ist der Punkt, an dem aus einer normalen Rechnung eine vierstellige wird, und der Grund, warum die Frage nach dem stationären Aufenthalt so früh gestellt wird.

Hinweis: Fragen Sie beim ersten Termin, ob Imidocarb im Haus ist oder bestellt werden muss und wie lange das dauert. Muss die Praxis importieren, ist das eine Information, die Sie besser vor dem Wochenende haben als danach. Über die zweite Injektion entscheidet Ihre Tierärztin, nicht der Zustand des Hundes an diesem Tag: Ein Hund, dem es nach fünf Tagen sichtbar besser geht, braucht den Kontrolltermin trotzdem.

Zur Prognose gilt eine einfache Regel, aber keine Zahl. Früh behandelt hat die akute Babesiose gute Aussichten, unbehandelt endet sie häufig tödlich. Belastbare Überlebensraten in Prozent sind für diese Erkrankung nicht veröffentlicht, und Zahlen, die kursieren, halten einer Prüfung nicht stand.

Die Notfallrechnung Position für Position

Die folgenden Positionen stammen aus der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) und aus dem Preisniveau, das für die einzelnen Leistungen belegt ist. Angenommen ist ein Fall, der ausserhalb der Sprechzeiten beginnt, eine Transfusion braucht und drei Tage stationär bleibt. Das hat eine Folge, die viele Kostenübersichten unterschlagen: Im Notdienst ist mindestens der 2fache Satz zwingend, bis zum 4fachen ist möglich. Eine Position im einfachen Satz kann auf dieser Rechnung also nicht stehen.

Tipp: Speichern Sie die Nummer der nächstgelegenen Notdienstpraxis oder Tierklinik im Telefon, solange Ihr Hund gesund ist, und prüfen Sie einmal, wie lange Sie dorthin brauchen. Wer bei rot-braunem Urin nachts um zwei erst mit der Suche anfängt, verliert genau die Stunden, auf die es bei dieser Erkrankung ankommt. An der Notdienstgebühr und am 2fachen Satz ändert diese Vorbereitung nichts, an der Uhrzeit, zu der die Behandlung beginnt, sehr wohl.

PositionBetrag
Notdienstgebühr, pauschal netto, nur ausserhalb der Sprechzeiten50,00 EUR
Allgemeine Untersuchung mit Beratung47,24 bis 70,86 EUR (2- bis 3facher Satz)
Grosses Blutbildab ca. 47,04 EUR (2facher Satz)
Blutausstrich, mikroskopischab ca. 30 EUR (2facher Satz)
Imidocarb, zwei Sitzungenca. 50 bis 150 EUR je Sitzung
Bluttransfusion inkl. Konserve, Kreuzprobe, Infusion, Überwachungab ca. 450 bis 900 EUR je nach Anzahl der Bluteinheiten und Praxis
Stationäre Unterbringung, drei Tageab ca. 30 bis 90 EUR pro Tag
Summe der genannten Positionenrund 800 bis rund 1.700 EUR

Wird der Hund intensivmedizinisch überwacht statt einfach stationär untergebracht, kostet der Tag ab ca. 100 Euro, und das obere Ende der Rechnung verschiebt sich entsprechend nach oben. Weitere Notfallpositionen sammelt unsere Übersicht zu Tierarztkosten im Notfall.

Die Spanne in dieser Tabelle ist kein Schätzfehler, sondern das System. Die GOT nennt für jede Leistung einen Basisbetrag, und die Praxis legt fest, mit welchem Faktor sie ihn berechnet: regulär bis zum 3fachen Satz, im Notdienst mindestens der 2fache und bis zum 4fachen. Zwei fachlich identische Behandlungen können deshalb weit auseinanderliegen, ohne dass eine der beiden Rechnungen falsch wäre. Wichtig: Fragen Sie nach einem Kostenvoranschlag, sobald der Hund stabil ist, und prüfen Sie in Ihren Versicherungsbedingungen, bis zu welchem Satz erstattet wird. Steht dort „bis zum 2fachen Satz“, endet die Erstattung genau dort, während die Rechnung nach oben weiterläuft. Die Mechanik dahinter erklärt unsere Seite zur GOT und den Tierarztkosten.

Was die Tierkrankenversicherung bei Babesiose zahlt

Eine akute Babesiose ist der Fall, für den eine Krankenversicherung gedacht ist: eine hohe Summe, in kurzer Zeit, ohne Vorwarnung. Ob sie getragen wird, entscheiden drei Klauseln in Ihren Bedingungen. Erstens die Wartezeit, denn die allgemeinen Fristen reichen von null Tagen bei einzelnen Anbietern bis zu 45 Tagen für Krankheiten, und manche Tarife setzen für bestimmte Diagnosen sechs bis achtzehn Monate an. Zweitens die Erstattungsgrenze nach GOT-Satz. Drittens der Umgang mit Vorerkrankungen: Ein Hund, dessen Babesiose bereits diagnostiziert ist, wird für genau diese Erkrankung nirgends mehr versichert, für alles Übrige oft schon.

Achtung: Reichen Sie den Fall mit der Diagnose, dem Befund aus Blutausstrich oder PCR und der nach GOT aufgeschlüsselten Rechnung ein. Eine Sammelposition „Behandlung“ produziert Rückfragen und kostet Wochen. Grundsätzliches zur Tarifwahl steht auf unserer Seite zur Hundekrankenversicherung.

Lassie: für die vierstellige Akutrechnung

Bei einer Notfallrechnung mit Transfusion zählt eine andere Zeile als das Vorsorgebudget: wie weit die Erstattung im Krankheitsfall reicht. Lassie deckt Behandlungen bis zu 12 Monate weltweit ab, was zählt, wenn der Stich im Urlaub passiert ist. Bei Unfällen greift der Schutz nach zwei Tagen, allgemein nach 30 Tagen. Die Vorsorgepauschale von bis zu 140 Euro im Maxi-Tarif zahlt zusätzlich auf den Parasitenschutz ein, der diesen Fall verhindert.

Lassie: für die vierstellige Notfallrechnung
Weltweiter Schutz über bis zu 12 Monate, zwei Tage Wartezeit nach einem Unfall und eine Vorsorgepauschale, die den Parasitenschutz mitträgt.

Barkibu: wenn Sie jetzt abschliessen wollen

Barkibu verlängert die Wartezeit auf sechs Monate für einen namentlich benannten Diagnosekatalog: HD und ED, Kreuzband, Patellaluxation, Epilepsie, Bandscheibenvorfall, allergische Dermatitis, Katarakt und Leishmaniose. Die Babesiose steht nicht darauf. Der Einstieg beginnt bei 34 Euro im Monat. Was vor Vertragsbeginn oder während der Wartezeit diagnostiziert wurde, bleibt ausgeschlossen, ein bereits behandelter Babesiose-Fall lässt sich also nicht nachversichern.

Barkibu: die Babesiose fällt nicht unter die 6-Monats-Frist
Die verlängerte Wartezeit gilt für einen namentlich benannten Katalog von HD bis Leishmaniose. Einstieg ab 34 Euro im Monat.

DA Direkt: für Hunde, die viel unterwegs sind

Wer mit dem Hund regelmässig ins Ausland fährt, ist bei DA Direkt bis zu 12 Monate weltweit ab dem Ausreisedatum abgesichert. Aus dem Vorsorgebudget holen Sie je nach Tarif 80 Euro (Komfort), 100 Euro (Premium) oder 120 Euro (Premium Plus) im Jahr zurück; als Beispielprämie nennt der Anbieter 38,90 Euro. Vorvertragliche Erkrankungen sind in keinem Fall mitversichert.

DA Direkt: Schutz auch für lange Auslandsaufenthalte
Weltweit bis zu 12 Monate ab dem Ausreisedatum, Vorsorgebudget je nach Tarif 80 bis 120 Euro, Beispielprämie 38,90 Euro.

Zeckenschutz im Winter: der Fehler, der diese Rechnung auslöst

Die Konsequenz aus der Winteraktivität der Auwaldzecke ist unspektakulär und wird trotzdem selten gezogen: Der Zeckenschutz gehört ganzjährig angewendet, nicht von April bis Oktober. Faustregel: Setzen Sie sich die Anwendungsintervalle Ihres Mittels für zwölf Monate in den Kalender, statt sich auf die Jahreszeit zu verlassen, und sprechen Sie das Intervall einmal mit Ihrer Tierarztpraxis durch, weil es sich zwischen Halsband, Spot-on und Kautablette deutlich unterscheidet. Kontrollieren Sie den Hund nach jedem Spaziergang durch feuchte Wiesen und Auwälder ab, auch im Januar: Nach der ESCCAP-Empfehlung bleiben Ihnen rund 24 Stunden, bevor eine infizierte Zecke den Erreger überträgt.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei Verdacht auf Babesiose, bei der Auswahl von Präparaten und bei jeder Änderung einer laufenden Therapie entscheidet die behandelnde Tierarztpraxis.

Häufige Fragen zur Babesiose beim Hund

Ist Babesiose beim Hund heilbar?

Früh erkannt ist die akute Babesiose behandelbar, unbehandelt verläuft sie häufig tödlich. Belastbare Zahlen zur Überlebensrate gibt es nicht. Wichtig ist der zweite Termin: Üblich sind zwei Injektionen im Abstand von etwa zwei Wochen, und die zweite fällt oft in eine Phase, in der der Hund längst wieder frisst und spielt.

Wie macht sich Hundemalaria bemerkbar?

Mit sehr hohem Fieber, Appetitlosigkeit, Lethargie, Gewichtsverlust, Anämie, Ikterus und rot-braunem Urin. Nur das letzte Symptom ist einigermassen typisch. Ohne diese Verfärbung sieht Babesiose aus wie ein beliebiger fieberhafter Infekt, weshalb der Hinweis auf einen Zeckenstich in den Tagen davor diagnostisch so viel wert ist.

Ist Babesiose ansteckend?

Der belegte Übertragungsweg ist der Stich der Auwaldzecke. Ein zweiter Hund im Haushalt ist deshalb weniger durch den kranken Hund gefährdet als durch dieselbe Wiese, auf der die Zecke gesessen hat. Kontrollieren Sie alle Hunde des Haushalts und prüfen Sie, ob deren Zeckenschutz aktuell wirkt.

Was kostet die Behandlung einer Babesiose?

Aus GOT-Positionen und belegten Marktpreisen gerechnet kommt eine Notfallbehandlung mit Bluttransfusion auf rund 800 bis 1.700 Euro; bei intensivmedizinischer Überwachung mit ab ca. 100 Euro pro Tag liegt sie darüber. Die Notdienstgebühr von 50,00 Euro netto fällt nur ausserhalb der Sprechzeiten an, die Transfusion allein liegt je nach Anzahl der Bluteinheiten und Praxis ab ca. 450 bis 900 Euro. Und weil der Fall im Notdienst beginnt, rechnet die Praxis jede GOT-Position mindestens im 2fachen Satz ab.

Zahlt die Tierkrankenversicherung die Babesiose-Behandlung?

Das hängt am Tarif, nicht an der Diagnose. Suchen Sie in Ihren Bedingungen drei Stellen: die Wartezeit, den höchsten erstatteten GOT-Satz und die Klausel zu Reise- und Mittelmeerkrankheiten. Eine bereits diagnostizierte Babesiose ist eine Vorerkrankung und wird von keinem geprüften Anbieter nachträglich übernommen.