Es geht um die Heim-EM 2024Auch das noch! Razzia beim DFB

Beim DFB geht gerade alles drunter und drüber.
Erst das WM-Aus und die schwelende Causa Nagelsmann – und jetzt auch noch das: Wegen der Heim-EM 2024 hat es am Mittwochmorgen (1. Juli) eine bundesweite Razzia gegeben. Davon betroffen war auch die DFB-Zentrale in Frankfurt am Main.
Durchsuchungen auch beim DFB: EM 2024 im Visier der Justiz
Wegen Korruptionsverdachts im Zusammenhang mit der Fußball-EM 2024 in Deutschland haben Ermittler bundesweit zahlreiche Stadtverwaltungen und die DFB-Zentrale in Frankfurt am Main durchsucht. Das haben eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) NRW sowie ein Sprecher des Deutschen Fußball-Bunds bestätigt. Die Staatsanwaltschaft Bochum und das LKA NRW ermitteln wegen des Verdachts der Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung.
Stadtverwaltungen sollen tausende EM-Tickets zu Vorzugspreisen erhalten haben. Diese seien von einigen Städten genutzt und unterschiedlich verwendet worden, teilten Staatsanwaltschaft und LKA mit.
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„Gegenstand der Ermittlungen sind mutmaßlich gewährte, nicht genehmigte Vorteile, unter anderem in Form eines Fußballländerspielbesuches, die ein damals für eine Gastgeberstadt tätiger Beschuldigter von hierfür Verantwortlichen der ausrichtenden Gesellschaft erhalten haben soll”, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Bochum und des LKA NRW.
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Organisiert wurde die Endrunde 2024 von der EURO 2024 GmbH. Die Gesellschaft war ein Joint Venture des DFB mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA). Die Gesellschaft mit Sitz in den früheren DFB-Räumlichkeiten in Frankfurt/Main gehörte mehrheitlich der UEFA an. Neben Verantwortlichen bei der GmbH sind auch die Ausrichterstädte von den Ermittlungen betroffen.
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Durchsuchungen sollte es entsprechend bei den Stadtverwaltungen Gelsenkirchen, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Hamburg, Berlin, Frankfurt am Main, Stuttgart und München geben. Bei der Stadtverwaltung Leipzig werde ein sogenanntes Herausgabe-Ersuchen vollstreckt.
Durchsucht werden sollten zudem zwei Unternehmen in Nordrhein-Westfalen und ein Unternehmen in Bayern.

„Daneben sollen den Gastgeberstädten von insoweit Verantwortlichen der ausrichtenden Gesellschaft auch exklusive Vorkaufsrechte für Eintrittskarten angeboten worden sein, die seitens der Gastgeberstädte zum Teil in Anspruch genommen und auf unterschiedliche Art verwendet worden sind”, erklärten die Staatsanwaltschaft Bochum und des LKA NRW: „Die Beschuldigten hatten bislang keine Gelegenheit, sich zu den erhobenen Vorwürfen zu äußern. Es gilt die Unschuldsvermutung.”
Von ruhigen Zeiten scheint der DFB derzeit wohl weiter entfernt als die Nationalmannschaft von der Weltspitze ...
Verwendete Quellen: dpa, sid



