Anwohner und Händler in AngstSorge in Essener Stadtteil Kupferdreh - Kinder- und Jugendbande macht Gegend unsicher

von Rogatus Skanta

Essen-Kupferdreh, im Südosten der Stadt, gilt eigentlich als ruhig und friedlich – aber eine Kinder- und Jugendbande hält das Viertel in Atem. Anwohner berichten von Einschüchterungen und Belästigungen. Händler klagen über Wasserbomben auf Hunde und Unfug in Läden.

Polizei und Stadt greifen ein – doch ohne Erfolg?

Der Polizei Essen ist die Gruppe bekannt. Im vergangenen Jahr gab es knapp zehn Anzeigen wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahl. Das jüngste Mitglied soll gerade mal 10 Jahre alt sein. „Die meisten Sachverhalte spielen sich tatsächlich unterhalb der Strafbarkeit ab, weshalb für uns gerade so Maßnahmen wie Prävention und das Einbinden der Eltern im Fokus steht.“, so Polizei-Sprecher Mark Ruhoff.

Jugendamt im Einsatz

Wenn Minderjährige Straftaten begehen, kommt das Jugendamt ins Spiel. Schließlich sind Kinder bis 14 Jahre nicht strafmündig. Die Mitarbeiter des Amts sollen mit den Eltern sprechen und schauen, ob in den Familien alles in Ordnung ist. Auffällige Kinder sollen eine sinnvolle Beschäftigung bekommen, damit sie mit dem Terror aufhören. Das klappt aber nicht immer.

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Stadt und Polizei plant weitere Maßnahmen

Die Kinderbande will offensichtlich Angst und Schrecken verbreiten. Das gelingt ihnen bei vielen Anwohner in Essen-Kupferdreh auch. Weil Ansprachen bei Eltern nicht immer etwas bringen, will die Stadt zusammen mit der Polizei jetzt weitere Maßnahmen auf den Weg bringen, wie es heißt. Wie die aussehen sollen, ist noch offen.