Millionenumsätze durch internationalen Drogenhandel„Rich Kids“-Prozess in Düsseldorf: Haftstrafen von bis zu zwölf Jahren
Sie handelten mit tonnenweise Drogen und nahmen damit Millionen ein. Jetzt hat das Landgericht Düsseldorf sechs Männer im sogenannten „Rich Kids“-Prozess zu Freiheitsstrafen zwischen fünf und zwölf
Drogenhandel im großen Stil
Mindestens vier Tonnen Marihuana, eine Tonne Kokain, knapp 20 Liter Amphetaminöl und rund 6.000 Ecstasy- und Oxycodon-Tabletten: Die sechs Angeklagten betrieben einen internationalen Drogenhandel. Laut Anklage nahm die Bande damit mehr als elf Millionen Euro ein. Die Männer im Alter zwischen 27 und 58 Jahren sollen zwischen 2022 und 2025 Teil einer gut organisierten kriminellen Vereinigung gewesen sein. Weil einige von ihnen aus wohlhabenden Familien stammen, wurden sie als „Rich Kids“ bekannt.
Hauptangeklagte zu langen Haftstrafen verurteilt
An der Spitze der Bande standen Maximilian G. und Marvin G. Beide gestanden ihre Beteiligung und wurden zu Freiheitsstrafen von zwölf beziehungsweise elfeinhalb Jahren verurteilt. Um ihre Geschäfte zu verschleiern, nutzten die Männer verschlüsselte Messenger und Decknamen. Maximilian G. entwickelte zudem eine eigene App für die Buchhaltung der Drogengeschäfte.
Ermittler knackten Kommunikation der Bande
Trotz der verschlüsselten Kommunikation gelang es Ermittlern, Zugriff auf ein Smartphone zu bekommen. Über Monate konnten sie dadurch Chats, Übergabeorte und Buchhaltungsdaten verfolgen. Im Frühjahr 2025 schlugen spanische Behörden schließlich in einer Luxusvilla in Marbella zu. Gleichzeitig fanden Durchsuchungen in mehreren Ländern statt, darunter auch Deutschland. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen. Das Urteil des Landgerichts Düsseldorf ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung kann Revision einlegen.

































