Immer öfter greifen Teenager auch zu VapesMehr Jugendliche rauchen – Experten warnen vor neuem Trend

von Valerio Magno und Julia Haiminger

Immer mehr Jugendliche in Deutschland greifen wieder zu Zigaretten und E-Zigaretten. Neue Zahlen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zeigen: Besonders süße Vapes werden bei jungen Menschen immer beliebter. Experten schlagen deshalb Alarm.

Vapes bei Jugendlichen weiter beliebt

Bunt, süß und ordentlich Dampf: Knapp sieben Prozent der Zwölf- bis 17-Jährigen nutzen inzwischen Vapes, also E-Zigaretten. Besonders auffällig: Vor allem Mädchen dampfen deutlich häufiger als noch vor einigen Jahren. Für den Bundesdrogenbeauftragten Hendrik Streeck ist das längst kein harmloser Trend mehr. Gerade süße Geschmacksrichtungen wie Erdbeere, Vanille oder Cola würden viele Jugendliche ansprechen und den Einstieg erleichtern.

Experten warnen vor Trendwende

Kurz vor dem Weltnichtrauchertag am Sonntag (31.05.) schlagen Fachleute Alarm. Johannes Nießen ist Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Laut ihm gibt es bei Jugendlichen wieder deutlich mehr Raucher als noch vor einigen Jahren. Besonders problematisch: Viele junge Menschen greifen nicht nur zu Vapes, sondern auch wieder häufiger zu klassischen Zigaretten. Der Unterschied zwischen beidem: Bei der klassischen Zigarette wird Tabak verbrannt und Rauch eingeatmet. Beim Vapen wird hingegen eine Flüssigkeit erhitzt – es entsteht Dampf, kein Rauch. Beide Produkte können jedoch Nikotin enthalten und abhängig machen.

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Forderung nach strengeren Regeln

Trotz deutlich gestiegener Preise greifen weiterhin viele junge Menschen zu Zigaretten. Eine Schachtel kostet oft rund neun Euro – deutlich mehr als noch vor zehn Jahren. Gemeinsam mit Hendrik Streeck fordert Johannes Nießen deshalb strengere Regeln, höhere Preise und mehr Kontrollen. Ziel sei es, dass Jugendliche künftig schwerer an Zigaretten, Vapes und andere Nikotinprodukte kommen.