Alexander Schweitzer wird neuer BundesarbeitsministerBärbel Bas (SPD) tritt zurück – Gründe sind Tod der Stieftochter und Angriffe aus der CDU
Immer wieder wird über einen Rücktritt von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gesprochen. Am Montag (12.10.) platzte die Nachricht wie eine Bombe: Es geht aber nicht um den Sauerländer, sondern um Bärbel Bas (SPD). Sie tritt als Bundesarbeitsministerin sowie SPD-Co-Vorsitzende im Bund zurück.
Rücktrittserklärung von Bärbel Bas (SPD)
Rücktritt statt Reformen: Am Montag (12.10.) sind in Berlin nicht die Baustellen der Bundesregierung Thema, sondern Bärbel Bas persönlich. Die SPD-Politikerin gibt ihre Ämter als Bundesarbeitsministerin und Co-Vorsitzende des Bundespartie. auf. Als einen der Gründe nannte sie einen Trauerfall in der Familie. Erst 2020 starb Bas‘ Ehemann. Er war 27 Jahre älter als sie. Ende September 2026 starb dann ihre Stieftochter mit 53 Jahren. Selbst hat die SPD-Politikerin keine Kinder. Persönlich erklärt sie ihren Rückzug so: „Nach dem Tod meiner Stieftochter habe ich festgestellt, dass ich Zeit brauche, um die Trauer zu verarbeiten. Diese möchte ich mir ausreichend nehmen.” Direkt danach schreibt sie: „Darüber hinaus muss ich leider feststellen, dass die öffentlichen Angriffe auf mich, leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners, in dieser für mich persönlich schwierigen Zeit weiter forciert wurden.”
Reaktionen aus NRW
Mit ihrer Kritik meint Bas die Union. Gregor Golland von der NRW-CDU kann das nicht nachvollziehen. Für ihn kam der Rücktritt überraschend. Er glaubt: Bärbel Bas war womöglich auch mit der Situation insgesamt überfordert. Er sagt gegenüber RTL WEST: „Politik ist ein hartes Geschäft, das muss man aushalten. Es tut mir natürlich persönlich für sie leid, was sie an Schicksalsschlägen erlitten hat. Das hat wahrscheinlich am Ende zu dem Rücktritt geführt, aber nicht unsere Kritik.” Anders sieht das Bas Parteikollege Jochen Ott. Der NRW-Fraktionsvorsitzende findet: „Harte Kritik in der Sache inhaltlich muss eine Bundesarbeitsministerin aushalten. Aber wenn Bundesarbeitsministerin und Parteivorsitzende darüber öffentlich spricht, dass sie einen Trauerfall hat - ihre Stieftochter, der sie sehr nahesteht und, dass sie einfach die Trauergeschäfte regeln will und dass sie ein bisschen Zeit für sich braucht und dann weiter angegriffen wird, dann ist das etwas, was sich nicht gehört. Das macht man nicht.”
Nachfolger für Bundesarbeitsministerium schon bekannt
Bundestagsabgeordnete will Bas aber bleiben. Neuer Bundesarbeitsminister soll Alexander Schweitzer werden. Der SPD-Politiker war bis Mai diesen Jahres Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Einen neuen Vorsitz wollen die Sozialdemokraten zum Jahreswechsel wählen.

































