Wird der Werdersee dieses Jahr wieder gesperrt?Wasserpest in Bremer Werdersee: Stadt rüstet sich für den Sommer

Stadt sagt Wasserpest den Kampf an
Damit der Werdersee in Bremen in diesem Jahr nicht wieder gesperrt werden muss, sagt die Stadt der Wasserpest den Kampf an. In diesem Jahr setzten sie alles daran, nicht wieder von der Pest überrascht zu werden.
Taucher kontrolliert Wasserpest im Werdersee
An der Wasseroberfläche des Bremer Werdersees ist am Mittwoch (15. April) von der grünen Pest nichts zu sehen – doch der Schein trügt. Der See wird in diesem Jahr besonders streng kontrolliert und das aus gutem Grund. „Im letzten Jahr hat uns die Wasserpest sehr gestresst und deswegen prüfen wir frühzeitig, wie die Lage ist“, erklärt Innensenatorin Eva Högl (SPD) im Gespräch mit RTL Nord. Um Gewissheit zu bekommen, wagt sich ein Taucher am Mittwoch in die Tiefen des Werdersees – und tatsächlich: Unterhalb der Wasseroberfläche schlummert das heimtückische Kraut.
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„Da reichen die Maße von 30 Zentimeter, 40 Zentimeter in Länge. [...] Aber befinden sich alle ungefähr in einer Tiefe von zwei Meter“, erklärt Taucher Christian Kretschmann. „Was auf gar keinen Fall eintreten darf, ist der vollkommene Besatz des Werdersees mit der Wasserpest, so wie wir es letztes Jahr gesehen haben“, betont Umweltsenatorin Henrike Müller (SPD). Denn im vergangenen Jahr, pünktlich zu den Ferien, war der gesamte Werdersee überwuchert. Damals wurden 50 Tonnen Wasserpest aus dem See gefischt. Immer wieder musste der See gesperrt werden – an Baden oder Wassersport war nicht zu denken.
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Bremen will die Wasserpest in den Griff bekommen
Sollte die Pflanze in diesem Sommer erneut stark wachsen, ist bereits vorgesorgt. „Für den Fall, dass sie das tut, weil wir viel Sonne haben und es sehr warm ist, haben wir vor zu mähen. Also die Wasserpest wirklich technisch einzukürzen. Das können wir so oft machen, wie es notwendig ist“, führt Umweltsenatorin Henrike Müller weiter aus. So soll sichergestellt werden, dass der See in diesem Jahr nutzbar bleibt.
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„Viele haben auch im Sommer nicht die Möglichkeit, in den Urlaub zu fahren, sondern sind hier in Bremen [...] und wollen dann natürlich gerne baden”, ergänzt Innensenatorin Eva Högl (SPD). Wie die Wasserpest überhaupt in den Werdersee gelangt ist, lässt sich nicht sicher sagen. Die nicht einheimische Art könnte durch Wasservögel oder auch ein ausgekipptes Aquarium ins Wasser geraten sein.
Gefährlich ist die Pflanze nicht – anders als ihr Name vermuten lässt. Dennoch könnten sich Sportler oder Schwimmer darin verfangen. Durch die Einschätzung von Taucher Christian Kretschmann soll nun festgelegt werden, wie oft die Wasserpest in diesem Jahr abgemäht werden muss.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche

































