Das sagt eine GynäkologinVerrät Omas Rotkohl-Trick wirklich das Babygeschlecht?
Ammenmärchen oder genialer Trick, um das Geschlecht des ungeborenen Babys zu bestimmen?
Die langjährigen Freundinnen Jemima Rose Nicholls (27) und Lily Stewart (27) sind beide zeitgleich schwanger und für dieselbe Woche ausgezählt. Jetzt wollen sie überprüfen, ob Omas alter Trick zum Bestimmen des Babygeschlechts funktioniert. Alles, was sie dafür brauchen, ist einen Becher mit ihrem eigenen Urin – und Rotkohl. Klingt kurios, ist es auch! Was die beiden genau vorhaben und wie die Expertin das Ganze einschätzt, erfahrt ihr zudem im Video.
Verrückter Trick! Mit Rotkohl das Babygeschlecht bestimmen?
Ende November ist es so weit! Seit über zehn Jahren sind Jemima Rose Nicholls und Lily Stewart, beide 27 Jahre alt, beste Freundinnen. Und schon bald dürfen sie einen weiteren Meilenstein gemeinsam feiern, denn: Die beiden Britinnen aus London sind zeitgleich schwanger und bringen in nur wenigen Wochen ihre Babys zur Welt. Jemima bekommt ein Mädchen, während Lily sich auf einen Jungen freuen darf.
Als Jemimas Oma den Mädels einen skurrilen Trick verrät, mit welchem man angeblich herausfinden kann, welches Geschlecht das ungeborene Baby hat, sind die beiden Feuer und Flamme: „Meine Oma hat mir erzählt, dass man früher auf einen Rotkohl gepinkelt hat, um das Geschlecht des Babys vorherzusagen”, sagt Jemima gegenüber Newsflare. Das wollen die Freundinnen testen: „Lily und ich dachten, wir probieren es einfach mal aus.”
Schließlich wissen sie ja ganz genau, ob ein Junge oder Mädchen in ihrem Bauch heranwächst. Perfekt also, um die alte Weisheit zu überprüfen.
Oma-Trick bewahrheitet sich – doch was sagt die Expertin?
Dafür urinieren sie jedoch nicht auf einen Rotkohl, sondern in einen Becher. Anschließend kochen sie Rotkohl in einem Topf und schöpfen das Kochwasser ab. Dieses geben sie in den Becher mit dem Urin und mischen alles miteinander.
Jetzt wird es spannend: Wenn sich die Mischung pink und rot färbt, sei das laut des Oma-Mythos’ ein Indikator für einen Jungen, färbt es sich hingegeben blau beziehungsweise lila, sei man in freudiger Erwartung eines Mädchens.
Und siehe da! Der Kohl-Test beweist das, was der Frauenarzt Jemima und Lily bereits attestiert hat: Jemimas Gemisch färbt sich lila - und sie erwartet tatsächlich ein Mädchen. Das Gemisch von Lily wird rot - und ja, sie erwartet wahrhaftig einen Jungen.
Die beiden sind fassungslos und Jemima sagt: „Wir konnten es nicht glauben. Wir haben nicht erwartet, dass es funktioniert, aber es hat geklappt!”
Stellt sich nur die Frage: Ist da wirklich etwas dran? Oder haben wir es hier mit purem Zufall zu tun? Wir haben bei Gynäkologin Dr. Judith Bildau nachgefragt. Ihre Antwort im RTL-Interview ist eindeutig: „Es ist aus medizinischer Sicht total Unsinn. Der Urin einer werdenden Mama enthält keine anderen Stoffe, je nachdem, ob sie ein Mädchen oder einen Jungen erwartet.”
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Weitere Ammenmärchen in puncto Babygeschlecht – können auch diese Mythen widerlegt werden?
Laut der Expertin sei der Wunsch, das Geschlecht des Ungeborenen so schnell wie möglich zu erfahren, total verständlich. „Deswegen gibt es schon immer vermeintlich untrügliche Anzeigen für einen Jungen oder ein Mädchen”, so Bildau.
Zum Beispiel – vielleicht habt ihr es auch schon mal gehört: die Bauchform der Schwangeren. „Ein spitzer Bauch soll die Schwangerschaft mit einem Jungen beweisen. Ein runder, höher sitzender dagegen die mit einem Mädchen”, erklärt die Expertin. Manche gehen bei den Oma-Weisheiten aber auch auf die Länge der Linea negra, die pigmentierte Linie, die den Bauch entlang geht. Bildau erzählt, was das laut Mythos bedeutet: „Verläuft die über den Bauchnabel hinweg, ist es ein Junge. Bei einem Mädchen dagegen stoppt sie dort.”
Aber: „Alles ganz nette Idee, aber leider kein wirklicher Hinweis auf das wahre Geschlecht des Babys.”
Judith Bildau sagt, dass die einzig sichere Möglichkeit, vor der Geburt das Babygeschlecht herauszufinden, sei die Punktion, zum Beispiel die Fruchtwasserpunktion. Und: „Auch der NIPT (nicht-invasive Pränataltest) kann mit einer ziemlich hohen Wahrscheinlichkeit das Geschlecht voraussagen.”
Weniger sicher und zuverlässig sei die Ultraschalluntersuchung: „Da ist es manchmal gar nicht so leicht, sich festzulegen, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird. Vor allem in den noch relativ frühen Schwangerschaftswochen sind die Vulvalippen der Mädchen noch ähnlich groß wie die männlichen Hoden. Da kann es schnell zu Verwechslungen kommen.”
Wieder was dazu gelernt!





























































