Beim Wechsel sind Hunderte Euro Ersparnis drinKnapp die Hälfte der Krankenkassen erhöht Beiträge – das ist jetzt die günstigste!

Gesundheit kostet 2026 für viele mehr!
Zum neuen Jahr hat von 72 für alle zugänglichen Krankenkassen fast die Hälfte ihre Zusatzbeiträge erhöht. Bei einem Wechsel sind mehrere Hunderte Euro Ersparnis drin. Wo am meisten aufgeschlagen wurde und welche Kasse jetzt die günstigste ist.
35 Krankenkassen sind jetzt teurer
Stiftung Warentest hat die 72 Krankenkassen verglichen, die in Deutschland für alle zugänglich sind – also ohne zum Beispiel regional beschränkte oder Betriebskassen. 35 davon haben zum Jahresbeginn ihre Beiträge angehoben. Betroffene Versicherte haben dadurch etwas weniger Netto vom Brutto, Arbeitgeber mehr Kosten, da sie die Hälfte der Beiträge tragen. Bei 36 Kassen bleibt der Zusatzbeitrag unverändert, eine hat ihren sogar leicht gesenkt.
Der Plan der Bundesregierung war zwar, die Zusatzbeiträge kurzfristig stabil zu halten. Dafür hatte der Bundesrat vor Weihnachten noch ein Sparpaket verabschiedet, das vor allem Kosten in Kliniken bremsen soll. Viele Kassen halten das Sparpaket aber für zu klein und haben erhöht: Im Schnitt stieg der Zusatzbeitrag, den die Kassen selbst bestimmen, um 0,23 Prozentpunkte auf 3,36 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens an. Das zeigen die täglich aktualisierten Daten des Spitzenverbandes der Krankenkassen (GKV).
TK und DAK erhöhen, Barmer bleibt gleich
So hat auch die größte Krankenkasse Deutschlands, die Techniker Krankenkasse, ihren Beitrag um 0,24 Prozent erhöht. Mit 17,29 Prozent bleibt sie aber weiterhin vergleichsweise günstig. Die Barmer, die zweitgrößte Kasse, lässt ihren Beitrag gleich – bei 17,89 Prozent. Bei der DAK müssen Mitglieder jetzt 17,8 Prozent statt bisher 17,4 Prozent zahlen.
Die BKK Firmus war bereits 2025 die günstigste bundesweite Kasse. Das bleibt auch 2026 so, denn sie lässt ihren Beitragssatz zum Januar unverändert bei 16,78 Prozent.
Am saftigsten ist die Erhöhung bei der energie-bkk: Hier wurden 1,0 Prozent aufgeschlagen, Versicherte zahlen jetzt 18,58 Prozent (2025: 17,58 Prozent).
Die bisher teuerste Kasse, die Knappschaft, ist die einzige, die ihren Beitragssatz gesenkt hat – und zwar minimal um 0,1 Prozent auf jetzt 18,9 Prozent. Damit ist jetzt die BKK24 mit 18,99 Prozent die Kasse mit dem höchsten Beitragssatz.
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So viel könnt ihr pro Jahr mit einem Kassenwechsel sparen!
Der Zusatzbeitrag kommt zum feststehenden und für alle gültigen Krankenkassenbeitragssatz von 14,6 Prozent hinzu und wurde ursprünglich eingeführt, um den Wettbewerb zwischen den Kassen zu fördern. Am Ende kann jede Krankenkasse für sich entscheiden, ob und wie stark sie ihn anhebt. Bei einer Erhöhung haben Versicherte ein Sonderkündigungsrecht und können zu einem günstigeren Anbieter wechseln.
Und das kann sich lohnen, wie Stiftung Warentest vorrechnet: Wer 3.000 Euro brutto verdient und von einer teuren Kasse mit 4 Prozent Zusatzbeitrag zur aktuell günstigsten wechselt, spart im Monat etwa 27 Euro – das sind 327 Euro pro Jahr. Bei Gutverdienerinnen und -verdienern wären es beim gleichen Wechsel rund 46 Euro Ersparnis im Monat (546 pro Jahr).
Verwendete Quellen: dpa, Stiftung Warentest, krankenkassen.de































