Hartes UrteilZehn Millionen Dollar Strafe! Influencerin muss Mega-Summe an Professorin zahlen

Sie wollte die mutmaßliche Mörderin überführen – nun wurde die Influencerin Ashley Guillard selbst verurteilt.
Und zwar zu zehn Millionen Dollar (rund 8,6 Millionen Euro) Schadensersatz. Denn auf den sozialen Netzwerken behauptete sie fälschlicherweise immer wieder, dass Rebecca Scofield, Professorin an der Idaho-Universität, an den Morden von vier Studenten beteiligt gewesen sei.
Immer wieder behauptete die TikTokerin, dass die Professorin vier Studenten ermordete
Im November 2022 wurden die drei Studentinnen und der Student Madison Mogen (21), Kaylee Goncalves (21), Xana Kernodle (20) und Ethan Chapin (20) in ihrem Zuhause erstochen. Der Mörder: Bryan Kohberg. Er wurde Ende Dezember 2022 in Pennsylvania festgenommen und im Juli 2025 verurteilt.

Doch vor der Festnahme Kohbergs veröffentlichte die TikTokerin Ashley Guillard, die sich mit True-Crime-Fällen beschäftigt, eine Reihe von Beiträgen, in denen sie behauptete, dass Professorin Scorfield für die Morde verantwortlich sei. Die Behauptungen verbreiteten sich rasant im Internet und erreichten Millionen von Aufrufen, berichtet der Lokalsender Idaho News6. In ihren Videos habe Guillard außerdem angedeutet oder direkt behauptet, dass Scofield eine romantische Beziehung zu einem der Mordopfer gehabt habe, heißt es in den Gerichtsakten, die dem US-Portal People vorliegen.
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Anzeige:„Spirituelle Intuition“ statt „objektive Grundlagen“: Richter findet klare Worte
Scofield habe Guillard mehrere Unterlassungserklärungen geschickt, doch die TikTokerin soll weitere Videos veröffentlicht und die Behauptung wiederholt haben. Und zwar laut Richter, nachdem die örtliche Polizei eine Pressemitteilung veröffentlicht hatte, in der erklärt worden ist, dass die Professorin keine Verdächtige in den Mordermittlungen sei, berichtet People.

Bereits im Juni 2024 entschied ein Richter, dass die Aussagen der Internetpersönlichkeit diffamierend waren und „nur“ auf ihrer „spirituellen Intuition bezüglich der Morde“ beruhten – und nicht auf „objektiven Grundlagen“. Nun hat die Bundesjury die TikTokerin zu zehn Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt: 6,5 Millionen wegen der Anschuldigungen im Kontext der Morde an der University of Idaho und 3,5 Millionen Dollar für falsche Aussagen über eine unangemessene Beziehung zu einem Studenten, so das US-Portal weiter.
„Das Urteil in Höhe von zehn Millionen Dollar bekräftigt die Entscheidung des Richters und sendet die klare Botschaft, dass falsche Aussagen im Internet Konsequenzen in der realen Welt für reale Menschen haben und in unserer Gemeinschaft inakzeptabel sind“, sagte Scofield in einer Erklärung bei People.
In einer 21-teiligen TikTok-Reihe Anfang März reagierte Guillard auf das Urteil, stellte die Entscheidung der Jury in Frage und bezeichnete sie als „unfair und lächerlich“. Zudem teilte sie People in einer Erklärung mit, dass das „Urteil nicht die Beweislage widerspiegelt“ und die Jury nicht neutral sei. Sie deutete an, dass sie möglicherweise Berufung gegen das Urteil einlegen werde.
Verwendete Quellen: People und Idaho News6
































