Unfalldrama in WismarAleksey (40) stirbt beim Eistauchen – er suchte stets extreme Herausforderungen
Wusste er nicht, dass er sein Leben riskiert?
Aleksey (40) verunglückt beim Eisbaden in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) tödlich – offenbar wollte er ein spektakuläres Video drehen. Retter entdecken ein Loch im Eis, daneben ein Handtuch und eine laufende Kamera.
Wismar: Zeugen sahen, wie Aleksey in den Teich sprang
Alekseys Schwester, sein Bruder und Onkel trauern um den 40-Jährigen, dessen Foto wir mit Zustimmung seiner Familie offen zeigen. Sie können kaum fassen, was passiert ist. „Gestern war ganz schlecht”, sagt Alekseys Onkel Artur Ullmann. „Das braucht jetzt Zeit.”
Arbeiter einer angrenzenden Fabrik beobachten am Montag, wie der zweifache Familienvater Aleksey nur mit roter Badehose bekleidet in einen Teich springt. Als er nicht mehr auftaucht, schlagen sie Alarm. Rettungskräfte suchen sofort nach dem Vermissten, zunächst ohne Erfolg. Sie finden nur ein Stativ mit einer Kamera, die sogar noch läuft.
Nach vier Stunden Suche entdecken Rettungstaucher den 40-Jährigen tot unter der zentimeterdicken Eisschicht.

Eistaucher sägte offenbar Löcher ins Eis
Bei dem Gewässer handele es sich um einen Löschteich im Stadtteil Wendorf, sagt ein Sprecher der Stadt Wismar. Der Teich sei an der entsprechenden Stelle etwa 1,75 Meter tief. Die Eisschicht sei rund fünf bis sieben Zentimeter dick gewesen, berichtet er mit Verweis auf eine Schätzung der Feuerwehr.
Noch vor einer Woche hat die Feuerwehr der Stadt Wismar davor gewarnt, Eisflächen zu betreten. Doch Aleksey ist offenbar nicht eingebrochen: Er habe Löcher ins Eis gesägt, erklärt die Stadt.
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Unglück beim Eistauchen: Aleksey filmte sich bei sportlichen Herausforderungen
Aleksey sei kein Influencer gewesen, erzählt seine Familie RTL. Er habe sich aber immer wieder extreme sportliche Herausforderungen gesucht, sich dabei gefilmt und die Clips an seine Familie und Freunde geschickt. Die Familie wusste auch vom Eisbaden am Teich. „Er hat immer 100 Prozent gegeben”, erinnert sich Artur Ullmann. „Man konnte nicht zweimal fragen. Ich war stolz auf meinen Neffen.”
Offenbar wollte Aleksey am Teich von einem zum anderen Loch tauchen. Was dann unter Wasser passierte, muss nun die Polizei ermitteln.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen, dpa






























































