Das ist sie: PerioTrap, die angebliche Superzahnpasta und die Schlagzeilen sind voll davon.
Die Zahnpasta wurde vom Hersteller zusammen mit dem Fraunhofer-Institut entwickelt. Was aber kann PerioTrap - und worin liegt der Unterschied zu anderen Produkten?
„Die Zahnpasta PerioTrap verspricht eigentlich, dass das Mikrobiom gehemmt wird, ohne vereinfacht gesagt, auch die guten Bakterien abzutöten. Weil es gibt viele Zahnpasten, die sowohl gute als auch schlechte Bakterien abtöten."
Aber was ist Parodontitis eigentlich? Mehr als 700 verschiedene Bakterienstämme leben in unserem Mund. Nur eine Handvoll gelten als aggressiv – die können aber die gefährliche Entzündung verursachen.
„Parodontitis ist, vereinfacht gesagt, itis ist die Entzündung und parodont ist der Zahnhalteapparat."
Heißt: Durch Bakterien im Zahnbelag gehen nach und nach Zahnfleisch und Knochen zurück, sodass Zähne irgendwann wackeln oder sogar ausfallen können. In Deutschland sind etwa 15 Millionen Menschen von Parodontitis betroffen, und die Erkrankung steht im Verdacht, auch Herz-Kreislauf-Leiden und Diabetes zu begünstigen.
Aber woran erkenne ich überhaupt, dass ich Parodontitis habe?
„Häufig merkt man das an einem schlechten Geschmack im Mund, Mundgeruch oder zum Beispiel Blutung."
Mit einem Preis von 15 Euro ist die neu entwickelte Zahnpasta PerioTrap teurer als viele andere Produkte, trotzdem ist sie schon jetzt ausverkauft.
Wie genau PerioTrap wirkt und die Bakterien hemmt, verrät der Hersteller nicht. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe zeigt aber – auch hier wird ein Wirkstoff eingesetzt, den wir kennen.
„Sie hat ja auch Fluorid in sich. Das ist sozusagen der Dünger für unsere Zahnsubstanz, damit die einfach stark und resistent und robust ist."
Wichtig bleibt am Ende aber vor allem eins: eine gute Mundhygiene. Also: Regelmäßig Zähneputzen – am besten mit elektrischer Zahnbürste – und Zahnseide nutzen.