Der Fall schockierte 2025 ganz DeutschlandIhr Lebensgefährte hat sie mit einem Hundekissen erstickt! Urteil im Fall Valerie M.

Valerie M. verschwand im Sommer 2025 spurlos.
Valerie M. verschwand im Sommer 2025 spurlos.
Polizeiinspektion Mindelheim

Urteil im Fall Valerie M. aus Lauben!
Drei Wochen lang wird im Sommer 2025 verzweifelt nach der zweifachen Mutter Valerie M. gesucht, bis Anfang September 2025 ihre Leiche in einem Waldstück gefunden wird. Schnell legt der Lebensgefährte der Getöteten ein Geständnis ab. Jetzt steht fest, wie lange Valeries Mörder hinter Gitter muss.

Zehn Jahre Haft wegen Totschlags

Am Mittwoch (23. September) ist im Landgericht Memmingen das Urteil im Fall der getöteten Zweifach-Mutter Valerie M. gefallen. Ihr Lebensgefährte wurde wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Das Gericht kam zu dem Entschluss, dass der Angeklagte Valerie erstickte, indem er ihr Gesicht für mindestens drei Minuten in ein Hundekissen drückte. Eine Gutachterin kam zudem zu dem Schluss, dass der Angeklagte mit großem Druck auf das Opfer eingewirkt haben muss.

Der Angeklagte sprach von psychischen Problemen und Überforderung

Schon früher im Prozess hatte sich der Angeklagte geständig gezeigt und sogar schon im Vorfeld des Prozesses eingeräumt, seine Lebensgefährtin getötet zu haben.

Vor Gericht sagte er, er habe Valerie M. im Jahr 2020 im Internet kennengelernt. Die Beziehung sei nach seiner Darstellung schnell schwierig geworden. Seine Lebensgefährtin habe psychische Probleme gehabt und sei zeitweise wochenlang „nur auf dem Sofa gelegen“.

Er habe sich neben seiner Arbeit als Landwirt, einer Hausbaustelle, dem Haushalt und den Kindern zunehmend überfordert gefühlt. Außerdem habe sich nach seinen Angaben ein anderer Mann immer stärker in die Beziehung eingemischt.

Unter Tränen schilderte der 39-jährige Landwirt vor dem Landgericht Memmingen, wie seine Lebensgefährtin in Lauben im Unterallgäu ums Leben gekommen sein soll.

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Der Angeklagte hatte die Polizei zur Leiche geführt

Der Fall hatte vor einem Jahr auch deswegen für Schlagzeilen gesorgt, weil die Frau wochenlang verschwunden war. Die Polizei hatte damals zunächst in einem einfachen Vermisstenfall ermittelt. Es war davon die Rede, dass die Frau nach einem Streit weggefahren sei und sich möglicherweise in einer hilfslosen Lage befinde.

Doch schon nach kurzer Zeit hielten die Ermittler ein Verbrechen zumindest für möglich, die Kriminalpolizei übernahm den Fall. Nach rund drei Wochen waren die Beamten sicher, dass der Freund die Frau umgebracht hatte. Es folgte eine großangelegte Durchsuchungsaktion auf dem Bauernhof des Mannes in Lauben im Landkreis Unterallgäu.

Dies führte dazu, dass die Ermittler in einem Wald auch die Leiche der Vermissten entdeckten. Der beschuldigte Deutsche hatte die Polizisten zu dem Ort geführt, wo er die Tote verscharrt hatte. Bei der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts legte der Beschuldigte dann auch nochmals ein Geständnis ab. Seitdem ist er in Untersuchungshaft. Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig. (mit dpa)

Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche