Routinemäßige Suche überführt den TäterTeresa Ann Houck in Park erschossen – 40 Jahre später steht ihr mutmaßlicher Mörder vor Gericht

Sie war halbnackt und mit Schusswunden übersäht.
Am 22. Oktober 1986 wird die 23-jährige Teresa Ann Houck tot in einem Park in Baltimore gefunden. Trotz DNA-Spuren konnte der Täter nie überführt werden – bis jetzt!
Teresa Ann Houck wurde vergewaltigt und erschossen
Am 22. Oktober 1986 verlässt Teresa Ann Houck gegen 2 Uhr morgens den Pussycat Club in Baltimore, in dem sie als Tänzerin arbeitete. Das war das letzte Mal, dass die junge Frau lebend gesehen wurde, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft von Baltimore City. Gegen 10.30 Uhr am selben Tag wurde die Tänzerin dann tot im Druid Hill Park gefunden. Teresa Ann Houck sei „von der Hüfte abwärts nackt” gewesen, außerdem habe sie „Schusswunden an Kopf, Hals und Brust” gehabt.
Schon damals hätten Kriminalbeamte „Mund- und Vaginalabstriche auf potenziell verdächtige DNA” analysiert, den Täter habe man damit aber nicht überführen können. Dennoch liefen die Ermittlungen all die Jahre im Hintergrund weiter.
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Im Jahr 2005 dann ein erster Erfolg: Wissenschaftlern gelingt es, Spermien auf den Vaginalabstrichen der Toten zu identifizieren, heißt es in der Pressemitteilung. „Die forensisch-biologische Analyse der Vaginalabstriche ergab ein DNA-Gemisch mit einem männlichen DNA-Profil.” Doch auch 19 Jahre später reichten die Ergebnisse nicht aus, um den Täter dingfest zu machen.
Routinemäßige Suche überführt Teresa Ann Houcks mutmaßlichen Mörder
Wie die Staatsanwaltschaft weiter erklärt, habe man das DNA-Profil dennoch im sogenannten Combined DNA Index System (CODIS) hinterlegt. Und genau dieses System hat nun, 40 Jahre später, einen Treffer ausgespuckt.
„Am 18. September 2025 teilte die Polizei des Bundesstaates Maryland in einem CODIS-Trefferbrief mit, dass eine routinemäßige Suche in der DNA-Datenbank von Maryland eine hochgradige Übereinstimmung zwischen David Alexander Williams (DNA-Probe vom 1. Juli 2025) und dem vollständigen männlichen DNA-Profil ergab, das auf den von Frau Houck gewonnenen Vaginalabstrichen identifiziert worden war”, erklärt die Staatsanwaltschaft.
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Mundschleimhautabstriche von David Alexander Williams hätten die Vermutung letztlich zweifellos bestätigt, dass das an Teresa Ann Houck gefundene Sperma von dem heute 67-Jährigen stammte.
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Täter werden zur Rechenschaft gezogen, „egal wie viele Jahre vergangen sind”
40 Jahre, nachdem die 23-jährige Teresa Ann Houck tot in einem Park in Baltimore gefunden wurde, wurde der mutmaßliche Mörder nun angeklagt. Es gilt die Unschuldsvermutung, bis seine Schuld im Prozess rechtskräftig bewiesen wird.
„Fast vierzig Jahre sind vergangen, doch unser Engagement für Gerechtigkeit für Frau Houck und ihre Angehörigen ist ungebrochen. [...] Diese Festnahme ist ein Beweis für die unermüdliche Entschlossenheit unserer Partner in den Strafverfolgungsbehörden und die Fortschritte in der forensischen Technologie, die Familien, die jahrzehntelang auf Antworten gewartet haben, immer wieder neue Hoffnung geben“, wird Staatsanwalt Ivan J. Bates zitiert.
Man werde „auch weiterhin dafür sorgen, dass die Verantwortlichen für Gewaltverbrechen zur Rechenschaft gezogen werden, egal wie viele Jahre vergangen sind”.
Verwendete Quelle: Pressemitteilung/Anklageerhebung im ungelösten Mordfall von 1986


