Leiche liegt übel zugerichtet im Unterholz Braunbär fällt Mann bei Spaziergang an und tötet ihn

Streift ein Bär durchs Allgäu? (Archivbild/Illustration)
In der Slowakei soll ein Braunbär einen Mann getötet haben (Symbolbild)
Philipp Brandstädter/dpa

Er kam nicht aus dem Wald zurück!
In der Slowakei soll ein Mann einem Braunbären zum Opfer gefallen sein. Darauf weisen seine schweren Verletzungen hin, teilt der staatliche Naturschutz SOP der Nachrichtenagentur TASR mit. Der Tote wird in einem Waldgebiet namens Zapriechody außerhalb der mittelslowakischen Gemeinde Detva gefunden.

Einsatzkräfte finden Leiche im Unterholz

Wie lokale Medien berichteten, war der Mann am Sonntagabend nicht von einem Waldspaziergang zurückgekommen. Daraufhin sei eine Suchaktion unter Beteiligung von Rettungskräften und Ortsbewohnern eingeleitet worden. Schließlich habe man den Mann leblos in einem schwer zugänglichen Unterholzbereich nur etwa einen Kilometer von bewohntem Gebiet entfernt gefunden. Die Behörden ordneten eine Kontrolle der Umgebung des Unglücksorts durch ein Spezialteam und Überwachungskameras an. Die Bevölkerung wurde zu erhöhter Vorsicht aufgerufen.

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Bären sind in der Slowakei geschützt, „Problembären” werden abgeschossen

Nach offizieller Zählung gibt es in der Slowakei rund 1.200 frei lebende Bären. Sie gehen Menschen normalerweise aus dem Weg, wenn sie sie rechtzeitig bemerken. Bei überraschenden Zusammentreffen oder wenn Muttertiere ihre Jungen gefährdet sehen, können sie jedoch angreifen. Einzelne Zusammenstöße endeten in den vergangenen Jahren tödlich.

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Grundsätzlich sind Bären in der Slowakei ganzjährig geschützt und dürfen nur in Ausnahmefällen abgeschossen werden, wenn von ihnen Gefahr für Menschen droht. Auf Druck von Jägern und Lokalpolitikern hat die Regierung in Bratislava im vergangenen Jahr aber entschieden, bis zu hundert sogenannte Problembären zum Abschuss freizugeben. Diese Entscheidung ist politisch höchst umstritten. (jgr, mit dpa)