Wildkamera schlägt AlarmBraunbär in der Nähe des Bodensees aufgetaucht – Landrat warnt

Plötzlich taucht er zwischen den Bäumen auf!
Frühmorgens nimmt eine Wildkamera im österreichischen Brandnertal einen Braunbären auf – nur rund 60 Kilometer vom Bodensee und rund 80 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Dabei soll es sich „um einen jüngeren, männlichen Bären“ handeln. Die Behörden geben Entwarnung, appellieren aber an die Bevölkerung, einige wichtige Regeln zu beachten.
Braunbär in Österreich aufgetaucht: „Wichtig ist, die Verhaltensempfehlungen zu beachten”
Im österreichischen Gemeindegebiet von Brand hat eine Wildkamera am frühen Dienstagmorgen (9. Juni) einen Braunbären aufgenommen. Nach Einschätzung des Landeswildökologen Hubert Schatz handelt es sich vermutlich um ein junges männliches Tier. Woher der Bär kommt und welchen Weg er ins Brandnertal genommen hat, ist derzeit noch unklar.
Damit ist das Tier nicht allzu weit entfernt vom Bodensee und der deutschen Grenze aufgetaucht. Auf der Suche nach Nahrung durchstreifen Bären weitläufige Gebiete, erklärt die international tätige Tierschutzorganisation Vier Pfoten. „Gibt es nur wenig Nahrung, ist das Gebiet umso größer.“ Ganze 16 Stunden pro Tag seien sie damit beschäftigt, Futter zu suchen. Die Tiere legen auf ihren täglichen Wanderungen Strecken von bis zu 40 Kilometern zurück, so die Tierschutzorganisation weiter.
Im laufenden Jahr handelt es sich um den ersten in der Region Vorarlberg nachgewiesenen Bären. Bei dem Tier wurden bislang keine Verhaltensauffälligkeiten festgestellt. „Es besteht derzeit kein Anlass zur Beunruhigung. Wichtig ist, die Verhaltensempfehlungen zu beachten und Sichtungen umgehend zu melden“, so Landesrat Christian Gantner.
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Folgende Verhaltensregeln werden im betroffenen Gebiet von den zuständigen Behörden empfohlen:
Eine besondere Aufmerksamkeit im betreffenden Gebiet ist zu wahren.
Die markierten Wege nicht zu verlassen.
Hunde an der Leine zu führen.
Landwirtschaftliche Nutztiere sind über Nacht im Stall unterzubringen, die Stalltüren sind geschlossen zu halten.
Bienenstöcke sollten mit einem Elektrozaun abgesichert werden.
Es sollten keine Futterquellen in der Natur zurückgelassen werden und Hausabfälle sollten für den Bären unzugänglich verwahrt werden.
Außerdem teilt das Land Vorarlberg mit, dass man sich bei einem Zusammentreffen mit einem Bären ruhig verhalten und „mit betontem Sprechen auf sich aufmerksam machen und sich langsam zurückziehen“ sollte. „Nähern Sie sich einem Bären unter keinen Umständen an und halten Sie stets einen Fluchtweg für das Tier frei.“ Wer auf das Tier trifft oder es sieht, solle „umgehend der nächstgelegenen Polizeidienststelle, der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Bludenz oder dem Landeswildökologen Hubert Schatz“ Bescheid geben, heißt es weiter.
Verwendete Quellen: Land Vorarlberg und Tierschutzorganisation Vier Pfoten


