Familiendrama im Bayerischen WaldTeenager (15) bei Holzarbeiten von Baum erschlagen

Das eingeschaltete Blaulicht ist bei einem Rettungseinsatz auf einem Rettungswagen vom Bayerischen Roten Kreuz in Schäftlarn (Bayern) zu sehen. Im Vordergrund ist das Blaulicht auf einem Einsatzfahrzeug der Polizei zu sehen.
Der 46-Jährige musste mit ansehen, wie sein 15-jähriger Neffe vor seinen Augen starb (Symbolbild)
picture alliance / dpa / Matthias Balk

Ein normaler Nachmittag wird zum Horrorausflug.
Es ist Freitagnachmittag (12. Juni), gegen 17.30 Uhr, als ein Mann zusammen mit seinem 15-jährigen Neffen in einem Waldstück im Landkreis Regen Holz macht. Für viele Familien in der Region gehört das zur Normalität: Brennholz sägen, Bäume fällen, gemeinsam anpacken. Nichts deutet darauf hin, dass ausgerechnet dieser Arbeitseinsatz zur Katastrophe wird.

Landkreis Regen: 15-Jähriger bei Holzarbeiten im Bayerischen Wald von Baum erschlagen – Ermittler prüfen Unfallursache

Beim Fällen eines Baumes passiert dann das Unfassbare: Aus bislang ungeklärter Ursache stürzt der Baum in die falsche Richtung – direkt auf den Jugendlichen. Der 15-Jährige wird von dem Stamm getroffen und unter dem Baum eingeklemmt. Sein Onkel (46) erlebt das Drama direkt mit, muss mit ansehen, wie der Junge von den tonnenschweren Holzmassen getroffen wird.

Rettungskräfte kämpfen – doch der Junge stirbt noch im Wald

Sofort wird der Notruf gewählt, Rettungskräfte, Notarzt und Polizei eilen in das abgelegene Waldgebiet. Einsatzkräfte versuchen, den Teenager zu befreien und zu reanimieren. Doch seine Verletzungen sind zu schwer: Der 15-Jährige stirbt noch am Unfallort im Wald.

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Für alle Beteiligten – Angehörige, den erwachsenen Begleiter, Retter – bleibt ein Bild, das sie nie vergessen werden. Ein Junge, der eigentlich nur helfen und mit anpacken wollte, kommt auf tragische Weise ums Leben. Die Polizei spricht von einem „tödlichen Unfall bei Holzarbeiten“.

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Ermittler prüfen den genauen Unfallhergang

Wie konnte es zu dem Unglück kommen? Wurde der Baum falsch angeschnitten, hat sich der Stamm unvorhersehbar gedreht, war der Untergrund tückisch – oder spielt der Wind eine Rolle? Diese Fragen müssen jetzt die Ermittler beantworten.

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Das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizeistation Deggendorf übernimmt den Fall und untersucht den genauen Unfallhergang. Das ist Standard bei tödlichen Arbeits- und Forstunfällen – es geht darum zu klären, ob es wirklich ein tragisches Unglück ohne Fremdverschulden war, oder ob Sicherheitsvorschriften verletzt wurden. Hinweise auf ein Verbrechen gibt es bisher nicht.

Warum Waldarbeiten so gefährlich sind – und worauf Familien achten sollten

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Der Fall zeigt tragisch, wie gefährlich Wald- und Holzarbeiten sein können – besonders, wenn Jugendliche mit dabei sind. Immer wieder kommt es bundesweit zu Unfällen mit fallenden Bäumen. Wer im Wald arbeitet, sollte ein paar Grundregeln unbedingt beachten:

  • Niemals ohne Erfahrung fällen: Bäume sollten nur von Menschen gefällt werden, die wirklich geschult sind – idealerweise mit Motorsägenkurs oder Forstausbildung.

  • Schutzkleidung tragen: Helm mit Visier, Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhe und Handschuhe sind Pflicht, auch für Helfer.

  • Sicherheitsabstand beachten: Gerade Kinder und Jugendliche sollten beim Fällen niemals im Gefahrenbereich stehen, auch nicht „nur kurz“ zum Helfen.

  • Nie allein arbeiten: Immer zu zweit im Wald sein – und im Idealfall jemanden wissen lassen, wo man arbeitet.

  • Wetter und Gelände prüfen: Windböen, Hanglage oder nass-rutschiger Boden können die Fallrichtung eines Baumes massiv beeinflussen.

Video-Tipp: Holzarbeit in Schreinerei geht in die Hose

Im Bayerischen Wald trauert nun eine Familie um einen Jungen, dessen Leben gerade erst richtig beginnt. Zurück bleibt die Frage, die sich nach solchen Unglücken immer stellt: Hätte dieser tragische Unfall verhindert werden können?

Verwendete Quellen: mittelbayrische.de, pnp.de, bild.de und dpa