Mysteriöser AngreiferSchweizer (55) im Italienurlaub von Fisch attackiert und schwer verletzt

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Der Mittelmeer-Drückerfisch könnte der mögliche Angreifer gewesen sein.
picture alliance / Zoonar, Wolfgang Poelzer

Ein Strand wie aus dem Reiseprospekt, warmes Wasser, Sommerferien – und plötzlich schreit ein Mann um sein Leben.
Vor der Küste des kleinen Ortes Pioppi in Süditalien wird ein 55-jähriger Schweizer beim Schwimmen von einem Fisch attackiert und so heftig in die Wade gebissen, dass er mit Blaulicht ins Krankenhaus muss.

Pioppi/Italien: Tourist beim Baden von Fisch attackiert – Verdacht auf Drückerfisch oder Barrakuda

Der Urlaubstag in Pioppi beginnt harmlos: Sonne, Meer, ein Bad im klaren Wasser. Dann spürt der 55-Jährige aus der Schweiz plötzlich einen brutalen Schmerz an der Wade. Ein Fisch hat zugebissen – nicht wie die üblichen „Knabbereien“ kleiner Brassen, sondern so tief, dass der Mann nur noch mit Mühe zum Strand zurückkommt. Augenzeugen berichten, er habe vor Schmerzen laut um Hilfe geschrien.

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Rettungsschwimmer reagieren sofort, ziehen ihn aus dem Wasser, legen Verbände an und alarmieren den Notruf. Doch die Wunde blutet weiter, stärker als erwartet: Der Schweizer nimmt Gerinnungshemmer, sein Blut gerinnt langsamer, jeder Schnitt wird zum Risiko. Badegäste versuchen, mit Handtüchern und Druck die Blutung zu stoppen – am Ende bringt ein Krankenwagen den Verletzten ins Spital.

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Während Ärzte die Wunde versorgen, rätseln Anwohner und Experten am Strand, welcher Meeresbewohner dahintersteckt. Zwei Verdächtige stehen im Raum:

  • Grauer Drückerfisch – ein territorialer Fisch mit kräftigen Zähnen, der seine Nester aggressiv verteidigt. Eigentlich kennt man ihn aus tropischen Gewässern, doch er taucht zunehmend auch im Mittelmeer auf; ein weiteres Zeichen dafür, wie sehr sich die Meere erwärmen.

  • Kleiner Barrakuda – ebenfalls mit scharfen Zähnen ausgestattet und in der Lage, kräftig zuzubeißen.

Das Rätsel ist auch deshalb brisant, weil der Vorfall kein Einzelfall ist: Laut lokalen Medien kam es in den vergangenen Jahren an der Amalfiküste und rund um Sorrent vermehrt zu Bissverletzungen beim Baden. Meist sind es harmlose kleine Fische, die eher neugierig knabbern. Der Fall von Pioppi zeigt jedoch, dass inzwischen offenbar auch Arten unterwegs sind, deren Zähne und Temperament für ernsthafte Verletzungen sorgen können.

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Trotz allem: Das Tyrrhenische Meer gilt weiter als sicheres Badegebiet, Haiangriffe sind dort nicht registriert. Doch dieser Schweizer wird sein Urlaubsfoto vom Strand in Pioppi wohl immer mit einem anderen Bild im Kopf verbinden – dem Moment, in dem ein Sommerbad zur Notlage wurde.

Verwendete Quellen: positanonews, 20min, Blick