Großeinsatz im SaarlandRadioaktive Mineralien! Polizei rückt mit Spezialeinheiten an

Blaulicht auf Polizeiwagen
In St. Ingbert ermittelt die Polizei gegen einen 24-Jährigen wegen des Verdachts des unsachgemäßen Umgangs mit radioaktiven Mineralien. (Symbolbild)
Daniel Vogl/dpa

Es geht um radioaktive Stoffe!
In St. Ingbert im Saarland läuft am Dienstagmorgen (4. August) ein Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Spezialkräften. Im Fokus steht ein 24-Jähriger, der im Verdacht steht, unsachgemäß mit radioaktiven Mineralien umgegangen zu sein. Die Behörden geben zwar Entwarnung für die Bevölkerung, warnen aber gleichzeitig vor möglichen Gesundheitsgefahren durch freigesetzte Partikel.

Großeinsatz wegen radioaktiver Mineralien

Nach Angaben der saarländischen Polizei richten sich die Maßnahmen gegen einen 24 Jahre alten Mann aus St. Ingbert. Hintergrund ist der Verdacht des unsachgemäßen Umgangs mit radioaktiven Mineralien. Gemeinsam mit Strahlenschutzbehörden, Feuerwehren und sogenannten CBRN-Einheiten – Spezialkräften für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren – sichern die Einsatzkräfte den Bereich.

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Der Einsatz findet in der Nähe des sogenannten Drahtwerk-Nord-Areals statt. Auch ein Messfahrzeug der Berufsfeuerwehr ist vor Ort. Verkehrsbehinderungen gebe es derzeit nicht.

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Polizei warnt vor Gesundheitsrisiken

Nach ersten Ermittlungen handelt es sich um natürlich vorkommendes Gesteinsmaterial, das radioaktiv ist und zusätzlich mit Schwermetallen belastet sein kann. „Bei mechanischer Verarbeitung können sowohl die Schwermetalle als auch radioaktive Partikel freigesetzt werden”, teilt die Landespolizei Saarland mit. „Gerade diese hierbei entstehenden Stäube bergen bei direktem ungeschützten Kontakt ein Gesundheitsrisiko, da sie vor allem über die Atemwege in den Körper aufgenommen werden können.” Welche Stoffe genau gefunden wurden, ist bislang noch unklar.

Entwarnung für Anwohner

Trotz des spektakulären Einsatzes geben die Behörden vorerst Entwarnung. „Nach derzeitigem Kenntnisstand besteht keine Gefahr für die allgemeine Öffentlichkeit“, betont die Landespolizei Saarland. Die laufenden Maßnahmen dienten dazu, „eine mögliche Gefährdung frühzeitig zu erkennen, fachgerecht zu bewerten und erforderlichenfalls zu beseitigen“, heißt es weiter.

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Sollte sich die Lage ändern, würden betroffene Anwohner unmittelbar informiert. Nach aktuellem Stand seien jedoch keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen notwendig. Die Polizei bittet außerdem darum, nicht über den Einsatz zu spekulieren und den Bereich weiträumig zu meiden. (nha)

Verwendete Quellen: dpa, Polizei