Zwei Schulen nahe des KrisenherdesImmer wieder Schüsse in Harburg! Eltern in Sorge um ihre Kinder

Die Polizei bewacht das gesamte Gelände.
Die Polizei bewacht das gesamte Gelände. 
RTL
von Teresa Treuheit und Lena Kruse

Wie sicher sind die Schüler?
Zum zweiten Mal innerhalb von nur vier Tagen fallen an einer Harburger Drogenhilfe Schüsse. Mutmaßliche Täter sind noch immer auf der Flucht. Besonders alarmierend: In unmittelbarer Nähe der Einrichtung befinden sich zwei Schulen. Die Eltern der Schüler sorgen sich zunehmend um ihre Kinder.

„Ich habe meinen Kinder erklärt, das war nur eine Übung”

Am Freitag (12. Juni) fallen vor der Drogenhilfe Abrigado in Hamburg-Harburg am helllichten Tage Schüsse, ein Mann wird am Bein getroffen. Wenig später, am Montag (15. Juni), kommt es zu einem ähnlichen Vorfall: Wieder wird in unmittelbarer Nähe der beiden Schulen geschossen. Zwischenzeitlich kreisen sogar Hubschrauber über dem Gelände. Eltern werden gebeten, ihre Kinder an speziellen Sammelpunkten abzuholen, denn die mutmaßlichen Täter sind weiter auf der Flucht.

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Vater Aarnoud Broekhuis Kinder gehen auf die nahegelegene Grundschule. Als am Montag erneut Schüsse fallen, weiß er keinen anderen Ausweg, als seine Kinder mit einer Notlüge zu beruhigen. „Ich habe meinen Kindern erklärt, das war nur eine Übung und die haben das bis jetzt geglaubt.”

Aarnoud Broekhuis ist besorgt um seine Kinder.
Aarnoud Broekhuis ist besorgt um seine Kinder. 
RTL

Polizei zeigt eine höhere Präsenz

Das LKA hat die Ermittlungen übernommen und versucht aktuell, die mutmaßlichen Täter zu finden. „Die Polizei nimmt die Sorgen von Anwohnenden sehr ernst. Natürlich auch von Eltern, von Schülerinnen und Schülern und auch von den Eltern der Kinder, die dort in die Kindertageseinrichtungen gehen. Das nehmen wir alles sehr ernst”, erklärt Sebastian Born von der Polizei Hamburg im Gespräch mit RTL. Zusätzlich zeige die Polizei auf dem Gelände eine erhöhte Präsenz, vor allem zu Schulbeginn und Schulende.

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Muss die Drogenhilfe verlegt werden?

Für die Eltern reicht das aber nicht aus. In einem gemeinsamen Brief wenden sie sich an die Öffentlichkeit und fordern einen anderen Standort für die Drogenhilfe. In dem Brief heißt es: „Eine Schule sollte ein geschützter Ort für Bildung, Entwicklung und Orientierung sein. Das derzeitige Umfeld steht diesem Anspruch in erheblichem Maße entgegen. (...) Aus Sicht der Elternschaft ist die Situation längst untragbar geworden.”

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Auch Aarnoud Broekhuis wünscht sich einen anderen Ort für die Drogenhilfe. „Ich bin dermaßen beunruhigt und bin gespannt, wie das weitergeht.” Ob sich durch den Elternbrief etwas an der aktuellen Lage verändern wird, ist noch unklar.

Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche