Prozess in Frankfurt hat begonnenSex-Unfall oder Mord? Marta (†40) stürzte halbnackt aus dem 22. Stock in den Tod

von Nadine Becker, Bastian Schlüter und Jana Kerzmann

Nur ein Sex-Unfall oder heimtückischer Mord?
Marta ist gerade erst 40 Jahre alt, als sie halbnackt vom Hotel-Balkon fällt und 22. Stockwerke in die Tiefe stürzt. Ihr Ehemann, der mit ihr im Hotelzimmer war, behauptet: ein tragischer Sex-Unfall. Die Staatsanwaltschaft wiederum glaubt: Mord. Ob Marta wirklich gefallen oder doch gestoßen wurde, ermittelt jetzt das Landesgericht in Frankfurt. RTL ist beim Prozess dabei und hat mit der Staatsanwaltschaft gesprochen – oben im Video zu sehen.

Unfall statt Mord! Marta habe sich beim Versöhnungs-Sex zu weit über die Brüstung gelehnt

Alles begann mit einem romantischen Abend in einem Steak-Restaurant in Frankfurt. Christian M. soll mit seiner Ehefrau, mit der er zwei gemeinsame Kinder hat, anschließend noch in eine Bar und in ein Frankfurter Hotel gegangen sein. Dort wartete nach RTL-Informationen bereits eine Flasche Weißwein auf das Ehepaar. Doch bei einem ruhigen Abend voller Zweisamkeit bleibt es nicht: Wenig später fällt Marta M. vom Balkon – und stürzt aus dem 22. Stockwerk in den Tod.

Frankfurter Hotel, von dessen Balkon Marta M. 22 .Stockwerke in die Tiefe gefallen sein soll.
In diesem Hotel soll Marta M. vom Balkon gestürzt sein.
RTL

Christian M. weist jedoch jegliche Schuld von sich. „Das war ein Sex-Unfall”, soll der Ehemann bei seiner ersten Vernehmung erklärt haben. Nach seinen Angaben habe sich seine Frau Marta beim Versöhnungs-Sex zu weit über die Brüstung gelehnt – und sei dann gefallen. Alles nur ein tragischer Unfall? Das sieht weder Martas Freund noch die Staatsanwaltschaft Frankfurt so.

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„Heimtückisch begangener Mord” – Christian M. soll den Tod seiner Ehefrau geplant haben

Eine 40-Jährige fällt vom Balkon, wo sie Höhenangst hat”, beanstandet Manfred B., ein Bekannter von Marta, die Erklärung von Christian M im RTL-Interview. „Das kann nicht sein”, stellt er klar – scheinbar fest überzeugt, dass Marta nicht aus dem 22. Stock gefallen ist.

Damit ist er nicht allein: „Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, seine Ehefrau vom Balkon eines Hotelzimmers im 22. Stockwerk eines Hotels in Frankfurt-Sachsenhausen gestoßen zu haben, um sie zu töten”, erklärt Monique Mugrauer von der Staatsanwaltschaft Frankfurt. Statt eines tragischen Sex-Unfalles soll es sich um „einen heimtückisch begangenen Mord und einen Mord aus Habgier” handeln.

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Musste Zweifachmutter Marta wegen einer Affäre und ihrer Lebensversicherung sterben?

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Christian M. die Lebensversicherung seiner Frau kassieren wollte. Zudem soll der 59-Jährige eine Affäre gehabt und die Scheidung gewollt haben. Letztere soll ihm jedoch zu teuer gewesen sein – ein Grund, um seine eigene Ehefrau und die Mutter seiner Kinder zu töten?

Ob Christian M. unschuldig ist oder seine Frau tatsächlich heimtückisch überlistet und in den Tod gestürzt hat, das muss jetzt das Geicht entscheiden.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche