OnlyFans-Enthüllung im Prozess um getöteten Fabian (†8) Finanzielle Sorgen und Druck auf Fabians Vater – ging es Gina H. immer nur ums Geld?

01.07.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Die Angeklagte kommt zur Fortsetzung des Mordprozesses im Fall Fabian. Der Angeklagten wird vorgeworfen, am 10.10.2025 heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen den zur Tatzeit achtjährigen Fabian aus Güstrow getötet zu haben.
Gina H. verdeckt im Gerichtssaal ihr Gesicht.
Jens Büttner/dpa

Sie wollte sogar mit freizügigen Fotos Geld verdienen!
Auch am 18. Verhandlungstag des Mordprozesses um den getöteten Fabian (†8) aus Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) werden vor Gericht zahlreiche Sprachmemos der Angeklagten abgespielt. Vor allem ein Thema taucht dabei immer wieder auf: Gina H.s schwierige finanzielle Lage – und ihr Versuch, diese mithilfe einer Erotik-Plattform aufzubessern!

Gina H. wollte Geld auf OnlyFans verdienen

„Das Einzige, womit ich arbeiten könnte, wäre mit meinem Körper. Nicht Prostitution, aber mit Bildern”, erklärt Gina H. in einer Audio an einen Fotografen. Sie könne nicht normal arbeiten, will laut stern (gehört zu RTL) lieber auf der Erotik-Plattform OnlyFans ihr Geld verdienen – aber so, dass ihr Partner Matthias R. (Fabians Vater) nichts davon erfährt!

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Denn kurz nachdem die Angeklagte ihren Plan geschmiedet hat, bittet sie den Fotografen, das Profil von Matthias R. von seiner Facebook-Seite zu entfernen. Zuvor habe sich Fabians Vater darüber aufgeregt, dass Gina H.s Nippel zu sehen gewesen sein. Sie habe damit aber kein Problem. „Wenn er wenigstens etwas stolz wäre”, beklagt sie in der Sprachmemo.

Fall Fabian (†8) aus Güstrow – die Chronologie des Verbrechens

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Gina H. war wohl finanziell abhängig von Fabians Vater

Auch Matthias R. habe mit den Geldsorgen in der Beziehung gekämpft. Er wisse nicht mehr weiter, „würde am liebsten zur Flasche greifen”, zitiert der stern aus einer Audio an die Tatverdächtige. „Mein Konto wird, wenn der August angefangen hat und wir alles bezahlt haben, wieder im Minus sein. Das heißt, dass ich den ganzen August arbeiten muss, samstags, sonntags.“ Doch genau darauf sei Gina H. angewiesen gewesen – wohl auch ein von der Staatsanwaltschaft ausgemachtes Motiv!

Mit dem ihr vorgeworfenen Mord an Fabian habe sie die Beziehung retten wollen, samt dem für sie entstehenden finanziellen Profit. „Wenn du mich nicht mehr finanziell unterstützt, würde ich alles verlieren”, beklagt sie in einer weiteren Audio. „Gibst du mir kein Geld zum Tanken, kann ich nicht Autofahren. Gibst du mir kein Geld für die Rechnung, kann ich die Rechnung nicht bezahlen. Du weißt ganz genau, dass du mich damit verletzt und kaputt machst, wenn ich das nicht mehr machen kann.“

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Matthias R. musste Gina H. finanziell unterstützen.

Und wenn andere Geld bekommen, sorgt das für Unverständnis bei Gina H. So habe sie sich darüber aufgeregt, dass die Eltern eines gestorbenen Zwölfjährigen finanzielle Unterstützung über die Spendenseite GoFundMe erhalten hätten. Die Mutter könne nicht verstehen, warum dafür gesammelt werde.

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Gina H. steht seit April wegen Mordes vor Gericht

Am 10. Oktober 2025 verschwindet Fabian aus Güstrow spurlos. Vier Tage später meldet sich ausgerechnet Gina H. bei der Polizei. Sie will die verbrannte Leiche des Jungen an einem Tümpel in einem abgelegenen Waldstück gefunden haben.

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Anfang November wird sie festgenommen und muss sich seit dem 27. April vor Gericht verantworten. Ihr mögliches Motiv laut Staatsanwaltschaft: Gina H. habe mit der Tat die Streitigkeiten mit Fabians Vater beenden wollen und gehofft, die Beziehung mit ihm so fortsetzen zu können. Die Angeklagte schweigt weiterhin beharrlich zu den Vorwürfen. Bis zu einer möglichen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche