Brutaler Folter-Mord in ParaguayDeutsche Auswanderer ermordet! RTL trifft Angeklagten Yves S. im Gefängnis

von Lutz-Philipp Harbaum, Lukas Wolf und Jana Kerzmann

Ist ER etwa der Mörder?
Als Bernard von Bredow damals mit seiner Tochter Loreena nach Paraguay auswandert, weiß der Mammut-Forscher noch nicht, welches grausame Schicksal seine Familie erwartet. Fünf Jahre später werden der Deutsche und seine erst 14 Jahre alte Tochter brutal ermordet in ihrer Villa gefunden. Jetzt sitzt ein anderer deutscher Auswanderer wegen der Tat in Untersuchungshaft. RTL hat den Angeklagten im Gefängnis besucht. Was er zu den Vorwürfen zu sagen hat, erfahrt ihr oben im Video.

Angeklagter Yves S. bestreitet den Mord an Bredow und seiner Tochter im RTL-Interview

„Warum sollte ich jemanden umbringen?“ Mit diesen Worten weist Yves S. die schweren Vorwürfe gegen ihn zurück. Der deutsche Auswanderer sitzt derzeit in Paraguays Hauptstadt Asunción in Untersuchungshaft. Die Ermittler werfen dem Bayer vor, gemeinsam mit einem weiteren Mann Bernard von Bredow und dessen Tochter Loreena ermordet zu haben. Bis zu einer Verurteilung gilt für den Angeklagten die Unschuldsvermutung.

Brutal ermordet! Freund findet Bernard von Bredow und seine 14-jährige Tochter tot auf

Bernard von Bredow war 2016 gemeinsam mit seiner Tochter nach Paraguay ausgewandert. Dort wollte sich der Deutsche ein neues Leben aufbauen und ließ eine Villa in Areguá im Südwesten des Landes errichten.

Im Oktober 2021 folgt jedoch die schreckliche Entdeckung. Bernard von Bredow und seine damals 14-jährige Tochter werden tot in ihrem Haus gefunden. Ein Freund des Mammut-Forsches, Stephen M., findet die Leiche von Bredows Tochter. „In der Badewanne lag Bernards Tochter regungslos, fast schon friedlich, aber es war schockierend“, berichtete Stephen M. damals im RTL-Interview. Das 14-jährige Mädchen verblutete wegen eines Bauchschusses in einer mit Wasser gefüllten Badewanne.

Seinen Freund habe Stephen M. wiederum nicht gesehen, „nur eine riesige Blutlache am Boden”. Ohne zu zögern, habe er das Haus verlassen und die Polizei informiert. Bernard von Bredow wird daraufhin tot auf dem Boden gefunden – überall Blut. Nach den damaligen Erkenntnissen soll Bernard von Bredow vor seinem Tod gefoltert und anschließend mit einem Schuss in den Nacken getötet worden sein.

Die Ermittler prüften über die Jahre verschiedene Motive. Im Fokus standen unter anderem mehrere wertvolle Geigen aus dem Besitz des Musikers. Denn Stradivari-Geigen können bis zu 26 Millionen Euro wert sein!

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Drei Deutsche geraten ins Visier – sie kannten von Bredow persönlich

Nur wenige Wochen nach der Tat nimmt der Fall eine überraschende Wendung. Die paraguayischen Ermittler verhaften gleich drei deutsche Auswanderer: Volker G., Yves S. und Stephen M. Alle drei kannten Bernard von Bredow persönlich. Die Polizei vermutet damals, dass es die Täter auf die wertvollen Geigen des Forschers und die Echtheitszertifikate der Instrumente abgesehen hatten.

Der Tatverdacht gegen zwei der drei Männer erhärtet sich jedoch nicht. Volker G. kann nach eigenen Angaben ein Alibi für die Tatzeit vorlegen und kommt nach rund neun Monaten Untersuchungshaft wieder frei. Gegen Stephen M. werden die Vorwürfe später ebenfalls fallengelassen.

Besonders belastend erscheint aus Sicht der Ermittler ein Fund in der Wohnung des Angeklagten Yves S., wo sie neben Schusswaffen auch Musikinstrumente sicherstellen, die Bernard von Bredow gehört haben sollen. Im Gegensatz zu den anderen zwei deutschen Auswanderern kommt Yves S. nicht auf freien Fuß.

Video-Tipp: Ex-Verdächtiger Volker G. im RTL-Interview

Was glaubt Angeklagter Yves S., wer der Mörder ist?

Inzwischen sitzt nicht nur Yves S., sondern auch ein weiterer Mann wegen des Doppelmordes in Untersuchungshaft. Nach Überzeugung der Ermittler handelten sie aus Habgier. Nach Angaben der Ermittler stützen klare Beweise den Tatverdacht.

Yves S. weist die Vorwürfe dagegen entschieden zurück. Auf die Frage, wer stattdessen hinter der Tat stecken könnte, sagt er im RTL-Interview: „Ich weiß nur, er hat sich überall lustig gemacht, er wollte überall irgendwelche fantastische Geschäftsideen realisieren. Das ist das Einzige, was ich jetzt spekulieren kann, dass er sich irgendwo Feinde gemacht hat.“

Wann ein Urteil fallen wird, ist bislang offen. Im Falle einer Verurteilung droht den Angeklagten die Höchststrafe für Mord von bis zu 30 Jahren Haft.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche