Er hielt seine Tochter über 24 Jahre gefangen„Nicht gut beisammen” – Inzest-Täter Josef Fritzl im Knast schwer gestürzt

Es soll sehr schlecht um ihn stehen.
Josef Fritzl träumt schon seit Langem davon, seine letzten Jahre in Freiheit zu verbringen. Doch kurz vor seinem 91. Geburtstag kommt es in seiner Gefängniszelle zu einem Zwischenfall. Der verurteilte Inzesttäter, der seine Tochter 24 Jahre lang im Keller seines eigenen Hauses gefangen hielt, soll Berichten zufolge schwer gestürzt sein. Sein Gesundheitszustand gilt als besorgniserregend.
Josef Fritzl hat Demenz
Seit 2009 sitzt Josef Fritzl seine lebenslange Haftstrafe in der Justizanstalt Stein ab. Und dort soll der fast 91-Jährige in seiner Zelle schwer gestürzt sein. Wie Heute berichtet, soll sich der an Demenz erkrankte Häftling dabei verletzt haben. Entsprechend schlecht soll es um ihn stehen, heißt es weiter.
Seine Anwältin Astrid Wagner bestätigte dem österreichischen Newsportal, dass sich Fritzls gesundheitlicher Zustand generell erheblich verschlechtert habe: „Er ist wirklich nicht gut beisammen.“ Sie bemüht sich schon länger darum, ihren Mandanten in einem auf Demenzkranke spezialisierten Altersheim unterzubringen.
Video-Tipp: Diesen Wunsch hat Josef Fritzl mit fast 90
Anwältin kämpft weiter um Fritzls Freiheit
Josef Fritzl hatte 1984 seine damals 18-jährige Tochter in den Keller seines Hauses in Amstetten gesperrt. In den folgenden 24 Jahren vergewaltigte er sie tausendfach und zeugte sieben Kinder mit ihr. Eines davon starb bald. Fritzl wurde im März 2009 wegen Mordes durch Unterlassen, Vergewaltigung, Freiheitsberaubung, schwerer Nötigung, Sklaverei und Blutschande zu lebenslanger Haft verurteilt. Er hat inzwischen einen anderen Namen angenommen.

2024 verlegte das Landgericht Fritzl vom Maßnahmenvollzug in den Normalvollzug der Justizanstalt Stein in Niederösterreich. Ein Antrag auf vorzeitige Entlassung wurde jedoch abgelehnt. Das Gericht verwies damals unter anderem auf die hohe kriminelle Energie des Täters und die mangelnde Vorbereitung auf ein Leben in Freiheit. Seine Anwältin lässt jedoch nicht locker, obwohl eine eine bedingte Entlassung aus der Haft erst im vergangenen Jahr erneut abgelehnt wurde: „Ich habe ihm das Versprechen gegeben, dass er die letzten Jahre in Freiheit verbringen kann. Dieses Versprechen werde ich halten.”
Verwendete Quellen: heute.at, dpa
































