Überall im Land zieht es die Menschen ans Wasser und an einigen Orten endet der Badespaß tödlich. Unter anderem an diesem Kiessee im ostfriesischen Marienhafe. Gestern Nachmittag wird hier ein 13 Jahre altes Mädchen vermisst. Rund 80 Einsatzkräfte suchen mit mehreren Booten, einer Drohne und einem Hubschrauber nach ihr. Auch Badegäste springen ins Wasser, helfen bei der Suche – vergeblich. Ein Taucher findet das Mädchen leblos unter Wasser. Für sie kommt jede Hilfe zu spät. Es sind die Schattenseiten der heißen Temperaturen.
Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, kurz DLRG, warnt eindringlich: „Gerade zu Saisonbeginn ist natürlich ein enormer Unterschied zwischen Luft- und Wassertemperatur. Das kann natürlich für ein Herz-Kreislauf-System sehr gefährlich sein. Viele Menschen sind aber auch noch nicht sensibilisiert genug. Gerade am Anfang der Saison, weil sie glauben, ich schaffe das schon."
Besonders gefährlich ist das Schwimmen in Flüssen, denn hier kommt zusätzlich zu den üblichen Gefahren noch die Strömung hinzu. Diese Übung der DLRG Bonn zeigt, wie schnell selbst erfahrene Schwimmer abgetrieben werden. Dazu kommt die Schifffahrt.
„Im Rhein zu schwimmen ist lebensgefährlich tatsächlich. Und das ist, als würde ich auf der Autobahn spielen gehen, wenn ich durch den Rhein schwimmen möchte."
Was den Rettern große Sorgen macht: Die Temperaturen bleiben auch in den kommenden Tagen hoch. Und in warmen Sommern gibt es erfahrungsgemäß auch deutlich mehr Badetote.