Monika R. kommt mit „Don’t worry, BEER happy“-T-Shirt ins GerichtFabians Oma will nicht wissen, was mit ihrem Enkel passiert ist

„Will ich nicht.”
Es ist der fünfte Verhandlungstag im Landgericht Rostock im Mord-Prozess gegen die Hauptverdächtige Gina H. Dieses Mal wird die Oma des getöteten Fabian aus Güstrow, also die Mutter von Fabians Vater, in den Zeugenstand gerufen. Doch die Oma wehrt sich nicht nur gegen die Aussage, sie will auch überhaupt nicht wissen, was mit ihrem Enkel passiert ist!
Oma schockiert mit fehlendem Interesse am Mord ihres Enkels Fabian
Die Befragung der Mutter von Fabians Vater, Matthias R., im Landgericht Rohstock ist gestartet. Nach RTL-Informationen habe die Oma des getöteten Jungen vor wenigen Tagen darum gebeten, einen Beistand zum Gericht mitbringen zu dürfen. Es wurde ihr stattgegeben. Fabians Großmutter sitzt jetzt zusammen mit ihrer Tochter Manuela R. im Zeugenstand – und trägt dabei ein T-Shirt mit der Aufschrift „Don’t worry, BEER happy“.
Doch nicht nur ihr Outfit sorgt für Sprachlosigkeit. Monikas Aussage ist bisher geprägt von Zögern, undeutlicher Sprache und einer erschreckenden Abwehrhaltung. Auf wiederholte Nachfragen zu den Gründen der Trennung ihres Sohnes Matthias R. von Gina H. betonte sie immer wieder: „Das hat er mir nicht gesagt, da kann ich nichts zu sagen.“ Selbst Richter Holger Schütts behutsame Frage, ob sie denn wissen wolle, was mit Fabian passiert sei, konterte sie – nach einer langen Pause – mit einem klaren „Will ich nicht!“
Richter fassungslos: „Ich möchte gern wissen, warum eine Oma nicht wissen möchte, was passiert ist?”
Der Richter zeigt sich nach der Aussage von Fabians Oma sichtlich schockiert: „Ich sage das erstmal so höflich, wie ich kann”, beginnt er zögernd und betont, dass Monika R. belehrt wurde, die Wahrheit zu sagen.
„Ich möchte gern wissen, warum eine Oma nicht wissen möchte, was passiert ist?”, fragt der Richter schließlich nach. Eine richtige Antwort erhält er jedoch nicht. Sie antwortet lediglich: „Was soll ich dazu sagen?“ Und auf die Aufforderung, nachzudenken, kommt nur noch ein knappes „Nö.“
Lese-Tipp: Mordprozess um Fabian (†8) aus Güstrow: Staatsanwaltschaft leitet Ermittlungen gegen seinen Papa ein
Video-Tipp: Fabians (†8) Vater und Gina H. lächeln sich im Gerichtssaal an
„Nein” ist das meistgenutzte Wort von Fabians Oma im Gerichtssaal
Es bleibt jedoch nicht bei dem einen „Nein“: Auch auf die Frage, warum Fabian seinen Vater zeitweise nicht gesehen habe, und zu den Chats von Gina H., die zeigen sollen, wie sehr die Verdächtige die Familie ihres Ex-Freundes gehasst habe, kann Monika R. keine Auskunft geben. „Sie wissen wenig“, lautet daher das Fazit des Richters.
Auch dem Staatsanwalt scheint es nach Monika R.s abermaliges „Nein“ zu reichen: „Hat ihr Sohn Ihnen gesagt, wie Sie sich hier verhalten sollen?“ Die erschütternde Antwort von Fabians Oma: „Nein. Er hat nur gesagt, ich soll sagen, ich weiß es nicht, wenn ich etwas nicht weiß.“ Damit endet die Befragung – ohne viele neue Erkenntnisse.
Fünfter Prozesstag im Fall Fabian (†8) aus Güstrow – neue Zeugen, neue Erkenntnisse
Am 21. Mai 2026 beginnt der fünfte Prozesstag im Fall des getöteten Fabians (†8) aus Güstrow. Der achtjährige Junge verschwand am 10. Oktober 2025 spurlos aus der Wohnung seiner Mutter. Vier Tage später wurde seine Leiche gefunden – von der heutigen Hauptverdächtigen Gina H, die Ex-Freundin des Vaters. Sie wurde Anfang November von der Polizei festgenommen und muss sich seit dem 28. April 2026 vor Gericht verantworten – wegen heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen.
Am fünften Prozesstag werden entscheidende Zeugen erwartet. Bisher wurden zwei Mitarbeiter des Jugendclubs, in dem Fabian oft war, sowie die Oma des getöteten Jungen befragt. Jetzt steht noch eine Polizeibeamtin im Fokus, die das Alibi von Fabians Vater akribisch überprüfte. Darüber hinaus könnten zwei Zeugen, die Gina H.s Auto im zeitlichen Zusammenhang mit der Tat gesehen haben wollen, entscheidende Hinweise liefern.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


