Mordprozess im Fall Fabian (†8)Angeklagte Gina H. verschickte bizarre Sprachnachrichten nach Fabians Verschwinden

Zwischen Sorge, Wut und Eifersucht!
Immer wieder ertönt am sechsten Verhandlungstag im Mordfall Fabian die Stimme der Angeklagten Gina H.. Vor Gericht werden weitere belastende Indizien gegen die 30-Jährige vorgelegt, darunter unzählige Sprachnachrichten, die sie mit dem Vater von Fabian, Matthias R. (35), um das Verschwinden des Achtjährigen ausgetauscht haben.
Wollte sie Fabians Vater so für sich zurückgewinnen?
Aufgebracht schimpft Gina H. (30) in einer nächtlichen Sprachnachricht an Fabians Vater: „Mich kotzt das an, dass du mit anderen Frauen schreibst.“ Matthias R. (35) habe nicht schlafen können, berichtet Bild. Zu diesem Zeitpunkt ist Fabian bereits seit drei Tagen verschwunden. Nur einen Tag später wird seine Leiche in einem Tümpel bei Updahl entdeckt – von Gina H.
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Die 30-Jährige ist angeklagt, Fabian aus Güstrow im vergangenen Oktober aus Eifersucht mit mindestens sechs Messerstichen ermordet zu haben. Nur einen Tag zuvor hatte der Vater des Achtjährigen mit H. endgültig Schluss gemacht.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Gina H. Fabian in der Hoffnung ermordet habe, dass Matthias R. nach dem Tod seines Sohnes zu ihr zurückkehre, heißt es laut Stern. Die Sprachnachrichten sollen darauf hinweisen. Vor dem Landgericht Rostock geht es am Mittwoch zunächst um die Tage ab dem Verschwinden des Achtjährigen.
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Nachrichtenverlauf schlägt in Wut und Eifersucht um
In dieser Zeit würden die Nachrichten von Gina H. von vermeintlicher Sorge, zu Wut und Eifersucht schwanken, berichtet Bild. „Soll ich mit dir mitkommen? Dir helfen beim Suchen? Oder wie oder was? Möchtest du das?“, fragt sie. Immer wieder betont Gina H., wie gerne sie Matthias R. in der schwierigen Situation unterstützen würde. „Es geht gerade nicht um uns, sondern um Fabian. In so einer Situation bin ich natürlich für dich da. Da spielen unsere Probleme gar keine Rolle.“
Doch Fabians Vater reagiert nicht auf seine damalige Ex-Freundin. Im Verlauf werden die Nachrichten vorwurfsvoller, wütend. „Jeder Hans und Franz darf dir helfen. Alle dürfen mit dir, und ich nicht“, soll sich Gina H. am nächsten Tag bei Matthias R. beschwert haben. „Warum darf jeder, nur ich nicht?“ Später am Abend sei eine Welle der Eifersucht gefolgt: „Hab gesehen, du warst bei Raffaela.“
Gina H. plant Alibi am Tag nach Fabians Verschwinden
Am Tag nach Fabians Verschwinden soll sich Gina H. außerdem Gedanken zu ihrem Alibi gemacht haben. Die Staatsanwaltschaft legt dazu Sprachnachrichten an H.s Bekannten Christian D. vor. „Zum Thema Alibi, wo ich war … Ich wollte nicht sagen, dass wir zusammen waren, sonst wirst du mit reingezogen.“ Wie Stern berichtet, habe die 30-Jährige ihren Bekannten tatsächlich getroffen, jedoch nachdem sie Fabian getötet haben soll.
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Besonders brisant sind am Mittwoch die Aussagen zweier Landwirte, die den auffälligen Pick-up von Gina H. in der Nähe der Stelle gesehen haben, an dem H. später die Leiche von Fabian findet. . Einer der beiden Landwirte will sogar eine Frau am Steuer erkannt haben. Gina H. sitzt seit November 2025 in Untersuchungshaft. Für sie gilt bis zu einer Verurteilung die Unschuldsvermutung. (okr)


