Im Mordprozess um seinen toten SohnFabians (†8) Vater macht Sex-Scherze vor Gericht

Vor dem Landgericht Rostock läuft aktuell der Prozess im Mordfall Fabian aus Güstrow.
Fabians Vater spricht vor Gericht über seine Beziehung mit Gina H., die angeklagt ist.
Bernd Wüstneck/dpa / Privat

Plötzlich kippt im Gerichtssaal die Stimmung!
Vor dem Landgericht Rostock läuft aktuell der Prozess im Mordfall Fabian aus Güstrow. Am heutigen Donnerstag (30. April) sagen Mama Dorina L. und Vater Matthias R. aus – und letzterer findet dann offensichtlich Spaß daran, nach dem Mord an seinem Sohn im Zeugenstand zu sein.

„Am Ende sind wir in einem Bett gelandet und hatten Spaß”

Matthias R. ist mitten in seiner Aussage auf einmal zu Scherzen aufgelegt. Als der Richter ihn fragt, ob es Tätlichkeiten in der Beziehung mit der Angeklagten Gina H. gab, antwortet er: „Im Schlafzimmer, wenn Sie verstehen, was ich meine.” Der Richter ermahnt ihn daraufhin. Es gehe hier um die Aufklärung des Falls und man solle keine Späße machen.

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Dennoch scheint die Zunge von Fabians Vater in der Folge sehr locker zu sitzen. Als es darum geht, wie er und Gina H. Meinungsverschiedenheiten beendet haben, legt er nach: „Am Ende sind wir in einem Bett gelandet und hatten Spaß.”

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Matthias R. wirkt bei seiner Aussage nervös und unruhig

Kurz vor seinen Sex-Anspielungen bewegt sich Matthias R. auf seinem Stuhl immer wieder nervös hin und her, lehnt sich vor und zurück, ist unruhig, wippt mit den Beinen. Über Gina H. sagt er dann: „Sie hat manchmal meine Späße nicht verstanden, oder ich ihre”. Bei der Aussage lacht Gina H., die dringende Tatverdächtige für den Mord an Fabian ist. Ihr mögliches Motiv: Demnach habe Gina H. mit der Tat die Streitigkeiten mit Fabians Vater beenden wollen und gehofft, die Beziehung mit ihm so fortsetzen zu können.

Fabians (†8) Mutter weint zuvor im Gerichtssaal

Zuvor am Tag hat bereits Fabians Mutter vor Gericht ausgesagt und ist dabei auf die Angeklagte getroffen. Dorina L. richtete sich direkt an Gina H. und sagte: „Gina, ich kann nicht verstehen…“, dann brach sie in Tränen aus. Bei ihr lebte Fabian nach der Trennung mit Matthias R., bevor es zu dem schlimmen Verbrechen kam.

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Der acht Jahre alte Fabian war am 10. Oktober 2025 allein zu Hause, bevor er spurlos verschwand. Nach tagelanger Suche meldete sich ausgerechnet Gina H. bei der Polizei. Sie und der Vater des vermissten Kindes waren erst seit Kurzem getrennt. Sie erklärte, sie habe die Leiche des Jungen an einem Tümpel entdeckt. Anfang November nahm die Polizei sie fest. Jetzt muss sich Gina H. wegen Mordes an dem Jungen vor Gericht verantworten. (mit dpa)

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, DPA