Prozess in Rostock hat begonnenMord an Fabian (†8) - Staatsanwalt nennt zum ersten Mal mögliches Motiv von Gina H.

Warum musste Fabian sterben?
Monatelang bewegte diese Frage viele Menschen in Deutschland. Zum Auftakt des Prozesses am Dienstag (28. April) gegen Gina H. nennt die Staatsanwaltschaft Rostock jetzt erstmals ein mögliches Motiv. Demnach soll es um den Vater des Jungen gegangen sein.
Staatsanwaltschaft: Streit mit Vater sollte beendet werden
Im Landgericht Rostock wird am Dienstag die Anklage verlesen. Dabei nennt die Staatsanwaltschaft erstmals ein mögliches Motiv, warum Gina H. Fabian getötet haben soll. Demnach habe sie mit der Tat die Streitigkeiten mit Fabians Vater Matthias beenden wollen. Außerdem soll sie gehofft haben, die Beziehung mit ihm so fortsetzen zu können.
Laut Staatsanwaltschaft führte Gina H. bis August 2025 rund vier Jahre lang eine Beziehung mit Fabians Vater. Doch die Beziehung zerbrach. Auslöser sollen massive Spannungen gewesen sein. Fabian soll zuvor eine körperliche Auseinandersetzung zwischen seinem Vater und Gina H. miterlebt haben. Später habe der Vater aus Angst, dass sein Sohn den Kontakt zu ihm abbricht, die Beziehung beendet. Wie aus dem Gerichtssaal bekannt wird, soll er das Gina H. am 9. Oktober 2025 per Chatnachricht mitgeteilt haben.
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Mord aus Heimtücke und niedrigen Beweggründen?
Nur einen Tag später soll Gina H. laut Anklage Fabian unter einem Vorwand abgeholt haben. Sie soll mit ihm zu einem Tümpel bei Klein Upahl gefahren sein. Dort habe sie mit einem Messer mindestens sechs Mal auf den Achtjährigen eingestochen. Zwei Stiche sollen ihn direkt ins Herz getroffen haben. Anschließend soll sie die Leiche des Kindes mit Grillanzünder überschüttet und angezündet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, Fabian heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben.
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Als Gina H. den Gerichtssaal betritt, hält sie sich einen roten Aktenordner vors Gesicht. Sie trägt Fußfesseln und spricht bei der Aufnahme ihrer Personalien so leise, dass der Richter sie auffordert, lauter zu sprechen. Während der Anklage schaut sie fast nur nach unten. Direkt gegenüber sitzt Fabians Mutter Dorina, die die mutmaßliche Mörderin ihres Sohnes ununterbrochen anschaut. Als die Details der Anklage zur Sprache kommen, weint sie lautlos, ihre Anwältin reicht ihr ein Taschentuch. Gina H. schweigt zu den Vorwürfen. Nach nur 17 Minuten ist der erste Prozesstag vorbei. Am Donnerstag (30. April) müssen Fabians Eltern aussagen.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche
































