Schwerer Zwischenfall nur Tage nach Boeing-DramaLufthansa Airbus A380 verfehlt Landebahn in München – Flugzeug aus San Francisco setzt zu früh auf

Der Airbus A380-800 der Lufthansa mit dem Kennzeichen D-AIML auf dem Flughafen München (Archivbild)
Der Airbus A380-800 der Lufthansa mit dem Kennzeichen D-AIML auf dem Flughafen München (Archivbild)
picture alliance / Markus Mainka | Markus Mainka

Schon wieder ein Zwischenfall am Flughafen München!
Ein Airbus 380 von Lufthansa verfehlt am Montagabend (17. August) bei der Landung die Bahn und kommt zu früh auf. Die Maschine ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Lufthansa äußert sich exklusiv bei RTL.

Flug LH459: Zwischenfall bei Landung von A380 in München

Flug LH459 war am Vorabend (Ortszeit Sonntag) in San Francisco (USA) gestartet. Warum die Landung rund elf Stunden später schiefging, ist unklar. Eine Lufthansa-Sprecherin bestätigt RTL: Ja, es gab einen „Vorfall”. Und weiter: Im Bereich der Landebahnschwelle kam es „zu einer Beschädigung der Landebahnbefeuerung. Das Flugzeug landete sicher in München, alle 351 Passagiere verließen das Flugzeug nach der Landung regulär.”

Nach RTL-Informationen läuft eine Untersuchung. Der Airbus 380 (Kennzeichen D-AIML, rund 13 Jahre alt) ist seit dem Vorfall nicht mehr geflogen.

RTL weiß exklusiv: Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) ist eingeschaltet und mit Ermittlern vor Ort. Diese haben die Black Boxes (Flugdatenschreiber) sichergestellt.

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Gleiche Start-/ Landebahn wie beim Drama um Vietnam Airlines-Flug VN34

Der Zwischenfall passierte exakt auf der Bahn, auf der der Start einer Boeing 787-9 von Vietnam Airlines am Samstag (15. August) beinahe in einer Katastrophe geendet wäre. Das Flugzeug überschoss die vier Kilometer lange Bahn, raste durch die Grünfläche und kam erst kurz vor Ende des Flughafengeländes und einer Bundesstraße in die Luft.

Lese-Tipp: „Das hätte einen Feuerball mit hunderten Todesopfern geben können“

Luftfahrtexperte Heinrich Großbongardt hat den Vorfall vom Samstag im Gespräch mit der Deutschen-Presse-Agentur mit drastischen Worten beschrieben. „Das hätte einen Feuerball mit hunderten Todesopfern geben können, wenn die Piloten die Maschine nicht noch hochgezogen hätten.” Seiner Einschätzung nach waren bei dem missglückten Start sogar Menschen außerhalb des Flughafengeländes in Gefahr.

Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche; ursprünglich hieß es Mittwoch, es handelte sich aber um Montag. Wir haben die Passage angepasst und bitten um Entschuldigung.