30-Jähriger „nicht vernehmungsfähig”Kind (3) in Krokodilgehege geworfen – Polizei lässt Tatverdächtigen laufen

Der Tatverdächtige ist wieder auf freiem Fuß.
Die Polizei von Cambridgeshire lässt einen 30-Jährigen, der am Donnerstag (19. Juni) einen dreijährigen Jungen in einem privat geführten Zoo in ein Krokodilbecken geworfen haben soll, laut The Sun gegen Kaution frei. Sie stufen den Mann als nicht vernehmungsfähig ein. Das verletzte Kind liegt weiter im Krankenhaus.

Mann wirft Kind im „Johnsons of Old Hurst Zoo” in Tiergehege

Das Drama spielte sich am Donnerstagmittag (19. Juni) im „Johnsons of Old Hurst Zoo” nahe Huntingdon im Südosten Großbritanniens ab. The Sun berichtet, der Tatverdächtige sei auf einem Tagesausflug in dem privat gefühten Zoo gewesen. Der 30-Jährige soll das Kind in das Krokodilgehege geworfen haben. Tracey Johnson, die Frau des Zoobesitzers, springt nach Angaben eines Anwohners ins Gehege, um das Kind aus der lebensgefährlichen Situation zu holen. „Es hätte viel schlimmer kommen können”, meint der Mann. Der Dreijährige habe offensichtlich schwere Verletzungen durch den Sturz erlitten. „Keine der Verletzungen stammte von den Krokodilen, Gott sei Dank.”

Ein weiterer Zeuge schildert The Sun, nach dem Vorfall hätten Mitarbeiter geweint und sich gegenseitig in den Arm genommen. Der kleine Junge kommt mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Laut britischen Medien erleidet er einen Arm- und Beckenbruch.

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Verdächtiger nach Krokodilbecken-Drama gegen Kaution frei

The Sun schreibt außerdem, der Tatverdächtige habe Lernschwierigkeiten und sei bei dem Zoo-Besuch von einer Betreuungsperson begleitet worden. Ein Anwohner behauptete dem Blatt zufolge, diese Betreuungsperson habe den Mann im entscheidenden Moment nicht beaufsichtigt.

Der Mann aus Norfolk steht nach dem Vorfall unter dem Verdacht des versuchten Mordes. Jetzt darf er zunächst bis zum 18. September gegen Kaution gehen, während Kriminalbeamte den Fall weiter prüfen. „Der Mann, der dem Opfer nicht bekannt ist, wurde als vernehmungsunfähig eingestuft“, erklärte ein Sprecher der Polizei von Cambridgeshire. Das bedeutet: Die Beamten können ihn bislang nicht zu dem mutmaßlichen Angriff befragen.

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Aus diesem Gehege wird der Junge gerettet
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Mike Annicelli, 52, der in der Nähe des Zoos wohnt, sagte der Nachrichtenagentur PA, er habe die Anlage bereits zuvor besucht und sich dort sicher gefühlt. „Alles ist erhöht, man ist weit von den Tieren entfernt.“ Es gebe dort eine „erhöhte Plattform“, und die Krokodile befänden sich etwa 15 Fuß (etwa 4,6 Meter) darunter.

Die bis zu fünf Meter langen Tiere sind die Stars des „Johnsons of Old Hurst Zoo“. Der Zoo erklärte nach dem Vorfall in einem Post auf Instagram, „unsere Gedanken und Gebete sind bei dem Jungen und seiner Familie“. Das Tropenhaus, in dem auch die Krokodile leben, bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

Verwendete Quellen: The Sun, dpa, Instagram/Johnsons of Old Hurst