Mitten im Gewitter! Wanderer wählen Notruf – dann lehnen sie jede Hilfe ab

Ein nächtlicher Rettungseinsatz in Italien sorgt für Kopfschütteln!
Fünf Wanderer geraten am Gran Sasso in den Abruzzen in ein heftiges Sommergewitter, wählen den Notruf und lösen einen Großeinsatz der Bergrettung aus. Als die Einsatzkräfte sie nach einem stundenlangen Fußmarsch schließlich erreichen, wollen die Wanderer plötzlich gar keine Hilfe mehr.
Kontakt bricht plötzlich ab
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zu Montag (6. Juli) auf rund 2600 Metern Höhe. Nach Angaben des italienischen Berg- und Höhlenrettungsdienstes (CNSAS) wurden die fünf Wanderer von einem schweren Gewitter überrascht. Zunächst riefen sie über die Notrufnummer 112 an und baten lediglich um Verhaltenshinweise. Wenig später stuften sie ihre Situation selbst als Notfall ein.

Kurz nach dem Notruf riss jedoch die Verbindung ab. Die Wandergruppe hatte den Mobilfunkempfang verloren, sodass die Rettungsleitstelle weder den genauen Standort noch die tatsächliche Lage der Wanderer einschätzen konnte. Weil unklar war, ob sich die Gruppe in akuter Lebensgefahr befand, machte sich ein Team der Bergrettung noch in der Nacht zu Fuß auf den Weg.
Dann die Überraschung
Nach einem langen Aufstieg fanden die Retter die fünf Wanderer schließlich im Gebiet der Conca degli Invalidi. Die Gruppe hatte sich inzwischen in ihren Zelten in Sicherheit gebracht – und erklärte den Bergrettern, dass sie keine Unterstützung mehr benötige.
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Die Wanderer seien unverletzt gewesen und hätten darauf bestanden, die Nacht am Berg zu verbringen. Da keine unmittelbare Gefahr mehr bestand, brachen die Einsatzkräfte den Rettungseinsatz bei Tagesanbruch wieder ab.
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Deutlicher Appell der Bergretter
Der ungewöhnliche Einsatz veranlasste den italienischen Bergrettungsdienst zu einem eindringlichen Appell. Ein Notruf dürfe ausschließlich in einer echten Notlage abgesetzt werden. Wer Hilfe anfordere, müsse – wenn möglich – den Kontakt zur Leitstelle aufrechterhalten, sich in einem Bereich mit Mobilfunkempfang aufhalten und den Anweisungen der Einsatzkräfte folgen. Außerdem bitten die Retter darum, bei einem Notruf möglichst genaue Angaben zum Standort, zum Gesundheitszustand und zur Wetterlage zu machen. Nur so könne die Situation richtig eingeschätzt und schnell die passende Hilfe organisiert werden. (lmi)
Verwendete Quellen: suedtirolnews.it, merkur.de
































