Horror-Wanderung in ItalienSie mussten ihren eigenen Urin trinken! Paar nach sechs Tagen in den Dolomiten gerettet

Sie gaben die Hoffnung nicht auf!
Davide Cesaroni (41) und seine Frau Chiara Pesaresi (38) waren sechs Tage lang in einer abgelegenen Schlucht gefangen – ohne Vorräte! Während die Rettungskräfte fieberhaft nach den vermissten Wanderern suchen, kämpfen diese ums Überleben. Was das Paar in der Wildnis bis zu ihrer Rettung durchmachte, ist kaum vorstellbar.
Davide Cesaroni und Chiara Pesaresi müssen tagelang in der Wildnis ums Überleben kämpfen
Was ein schöner Ausflug in den Friauler Dolomiten werden sollte, endete für Davide Cesaroni und Chiara Pesaresi in einem Albtraum: Denn auf dem Rückweg ihrer Rundwanderung zur Padua-Hütte am 1. Juli 2026 verlor das Paar in einem dichten Kiefernwald die Orientierung – neben ihnen: eine nicht zu durchquerende Schlucht.
„Um 19 Uhr, völlig erschöpft, beschlossen wir umzukehren und die Suche nach dem Weg auf den nächsten Tag zu verschieben”, enthüllt das erst sechs Tage später gerettete Paar im Gespräch mit der italienischen Zeitung il Resto del Carlino.
„Wir wärmten uns, indem wir eng beieinander blieben“, offenbaren sie nach ihrer Rettung. Doch nicht nur die Kälte war ein Problem – auch ihre mangelnden Vorräte.
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Paar muss „eigenen Urin” trinken, um nicht zu dehydrieren
Am nächsten Tag fanden Davide und Chiara glücklicherweise eine Wasserquelle: einen nahegelegenen Bach. Bis dahin musste sich das Paar jedoch etwas anderes einfallen lassen: „Um nicht ohne Wasser dazustehen, hatten wir unseren eigenen Urin getrunken“, gesteht Davide Cesaroni der italienischen Zeitung il Resto del Carlino.
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Doch auch Nahrung war Mangelware: Das Paar konnte sich lediglich von Waldbeeren ernähren. Dennoch fassten Davide und Chiara einen Entschluss: Statt völlig entkräftet einen gefährlichen Weg durch das unwegsame Gelände zu riskieren, wollten sie ihre Kräfte einteilen und auf Hilfe hoffen.
Rettung nach sechs Tagen – der Hubschrauber flog zunächst über die Vermissten hinweg
Während Davide und Chiara in der Wildnis ums Überleben kämpften, schlug Davides Mutter Montagmorgen, am 6. Juli, Alarm und meldete ihren Sohn als vermisst. Gemeinsam mit den Carabinieri, der Bergrettung und dem Zivilschutz begann eine großangelegte Suchaktion.
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Allerdings überflog der erste Hubschrauber die beiden, ohne sie zu entdecken – die dichten Bäume verdeckten ihren Unterschlupf. Davide beobachtete jedoch genau, welche Route der Helikopter flog. Deshalb lief er am nächsten Morgen beim ersten Rotorengeräusch zu einer nahegelegenen Schlucht, wo er besser zu sehen war – eine Idee, die sich auszahlte. „Sind Sie Davide aus Ancona? Und Ihre Frau?“, zitiert Davide seine Retter, als sie ihn endlich fanden.
Die Erleichterung ist groß, so auch beim italienischen Politiker Luca Zaia, der ein gemeinsames Foto des Wanderer-Paares auf seinem Instagram-Account teilt. Dazu offenbart er, dass das vermisste Paar zwar „sehr mitgenommen”, dafür aber „glücklicherweise unverletzt” gefunden worden konnte.
Für Davide hingegen war es trotz der Strapazen ein wunderschöner Moment: „Italien sollte immer so sein, wir müssen einander helfen“, resümiert er gerührt.
Verwendete Quellen: il Resto del Carlino, Instagram/zaiaufficiale


