Sekunden, die alles verändernGroßmutter überfährt Enkel (1) im Rückwärtsgang

Er hatte keine Chance!
Der kurze Moment, den sie ihren Enkel nicht sehen konnte, reichte aus und das Unglück war passiert. In Zero Branco bei Treviso ist ein kleiner Junge vom Auto seiner eigenen Großmutter überfahren worden. Der erst ein Jahr und sechs Monate alte Bub stirbt im Krankenhaus an seinen Verletzungen.
Italien: Großmutter überfährt Enkel (1) im Rückwärtsgang auf eigenem Hof
Die Familie, ursprünglich aus Moldawien, befindet sich am Mittwochabend gegen 20.20 Uhr im Hof ihres Wohnhauses in Via Tiveron in Zero Branco. Nach ersten Erkenntnissen soll der kleine Junge seiner Mutter kurz aus den Armen geglitten und hinter das Auto gelaufen sein, während die Großmutter im Rückwärtsgang aus der Einfahrt fuhr, berichten unter anderem die italienischen Rai News.
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Der Wagen erfasst das Kind, der Aufprall ist so heftig, dass der Kleine schwere Kopfverletzungen erleidet. Die Tragödie spielt sich unter den Augen der Eltern ab – sie müssen mit ansehen, wie ihr Sohn im eigenen Hof von einem Familienauto überrollt wird.
Verzweifelte Rettung, doch das Kind stirbt
Rettungskräfte werden sofort alarmiert und versuchen vor Ort, den Jungen zu stabilisieren. Er wird intubiert und in kritischem Zustand ins Krankenhaus nach Treviso gebracht. Trotz aller Versuche der Ärzte, sein Leben zu retten, stirbt das Kind wenig später an den schweren Verletzungen.

Für die Großmutter, die das Auto gefahren haben soll, ist es ein kaum zu ertragender Albtraum: Sie wollte offenbar nur eine kurze Rangierbewegung machen – und hat dabei ihren eigenen Enkel erfasst. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung, das Fahrzeug wurde beschlagnahmt, eine Obduktion ist angeordnet.
Warum solche Hof-Unfälle so schnell passieren
Unfälle beim Rückwärtsfahren im Hof oder auf privaten Zufahrten passieren immer wieder – vor allem, wenn Kinder im Spiel sind. Sie sind klein, werden im Spiegel leicht übersehen, können impulsiv und schnell laufen und sind für Fahrer schwer einzuschätzen. Oft sind Höfe und Zufahrten zudem eng, unübersichtlich und nicht klar vom Spielbereich getrennt.
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Schon wenige Sekunden Ablenkung reichen, damit ein Kind in die „tote Winkel“-Zone hinter dem Auto gerät. Rückfahrkameras und Sensoren helfen, ersetzen aber nicht den Blick nach hinten und die Gewissheit, wo sich Kinder gerade aufhalten.
So lassen sich solche Unfälle vermeiden
Kinder vor jeder Rangierbewegung ins Haus oder an einen festen, sicheren Ort bringen.
Beim Rückwärtsfahren immer rund ums Auto schauen – im Zweifel aussteigen und prüfen, ob hinter dem Wagen jemand steht oder spielt.
Rückfahrkamera und Parksensoren nutzen, aber nie blind darauf vertrauen.
Klare Regeln in der Familie: Hof ist kein Spielplatz, wenn Autos fahren; Kinder nur unter Aufsicht draußen.
Der Unfall von Zero Branco zeigt auf brutalste Weise, wie schnell ein vertrauter Ort zur Todesfalle werden kann – und wie wichtig es ist, jede Fahrt im Hof so ernst zu nehmen wie die Fahrt auf der Straße.
Verwendete Quellen: rainews, leggo, livesicilia


