Todesurteil nach ProtestenWegen eines Social Media Posts! 23-Jährige zum Tode verurteilt

Emotionaler Hilferuf aus dem Gefängnis!
Die iranische Studentin Najmeh Amini soll nach Berichten von Menschenrechtsaktivisten zum Tode verurteilt worden sein. Der Vorwurf: Sie habe in einem Social-Media-Beitrag den Propheten Mohammed beleidigt.
Iran: 23-Jährige wegen angeblicher Beleidigung des Propheten zum Tode verurteilt
Die 23-jährige iranische Studentin Najmeh Amini ist nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten zum Tode verurteilt worden. Ihr wird demnach „sab ol-nabi“ vorgeworfen – ein Begriff, der die Beleidigung des Propheten Mohammed bezeichnet, berichtet unter anderem die Daily Mail.
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Amini sitzt seit acht Monaten im Vakilabad-Gefängnis in Maschhad im Nordosten des Landes. Zuvor war öffentlich geworden, dass gegen sie unter anderem wegen angeblicher Propaganda gegen das Regime und wegen eines Vorgehens gegen die nationale Sicherheit ermittelt werde.
Neben dem Todesurteil soll ein Gericht eine weitere mehrjährige Haftstrafe verhängt haben. Unabhängig überprüfbare Angaben zum Verfahren, möglichen Beweisen oder einer Berufung lagen zunächst nicht vor.
Hilferuf aus dem Gefängnis
Mitte September tauchte nach Angaben von Aktivisten eine Sprachnachricht auf, die Amini aus der Haft aufgenommen haben soll. Darin bittet sie um öffentliche Aufmerksamkeit und darum, dass ihr Fall von Anwälten, Menschenrechtsorganisationen und internationalen Institutionen geprüft wird.
Menschenrechtsorganisationen kritisieren den Fall scharf. Sie sprechen von willkürlicher Haft, dem Risiko von Folter und fehlendem Zugang zu einer wirksamen Verteidigung. Diese Vorwürfe lassen sich aus dem Iran jedoch nur eingeschränkt unabhängig kontrollieren.

Harte Reaktion auf Proteste
Amini war Ende Januar im Zuge landesweiter Proteste festgenommen worden, so der Bericht. Die Demonstrationen richteten sich zunächst gegen die schwere wirtschaftliche Krise und entwickelten sich zu Protesten gegen die iranische Führung.
Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen reagierten die Sicherheitskräfte mit massiver Gewalt. Tausende Menschen sollen getötet und Zehntausende festgenommen worden sein. Die Angaben können wegen der eingeschränkten Pressefreiheit und des schwierigen Zugangs für unabhängige Beobachter nicht abschließend verifiziert werden.
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Amnesty International warnt seit Monaten vor einer steigenden Zahl von Todesurteilen und Hinrichtungen im Zusammenhang mit den Protesten. Die Organisation fordert, Hinrichtungen auszusetzen und Verfahren nach internationalen Standards zu gewährleisten. Menschenrechtsgruppen sehen darin einen Versuch der iranischen Führung, Kritiker einzuschüchtern und weiteren Protest zu unterdrücken.
Verwendete Quellen: X, Daily Mail, Amnesty International, 20min


