Gesundheits-Behörde räumt Versäumnisse einZweijähriger Hudson stirbt an Sepsis – Familie erhält Entschädigung

Familie kämpft für Aufklärung!
Der zweijährige Hudson Cole Perrins wurde mit starken Bauchschmerzen in ein Krankenhaus im britischen Wolverhampton gebracht und zunächst nur wegen Verstopfung behandelt. Vier Tage später starb er an den Folgen einer Sepsis. Der zuständige Träger, die britische Gesundheitsbehörde NHS, hat nun Versäumnisse bei seiner Versorgung eingeräumt.
Großbritannien: Zweijähriger stirbt nach Fehldiagnose an Sepsis – Behörde zahlt Entschädigung
Für die Familie von Hudson Cole Perrins bleibt ein Verlust, den keine Zahlung ausgleichen kann. Der Zweijährige starb im Juni 2024, vier Tage nachdem sein Vater ihn wegen starker Bauchschmerzen in die Notaufnahme des New Cross Hospital in Wolverhampton gebracht hatte. Laut der britischen Sun gingen die Ärzte zunächst von einer Verstopfung aus und schickten das Kind nach einer Behandlung wieder nach Hause.

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Als Hudson weiter Schmerzen hatte und Krampfanfälle bekam, brachten ihn seine Mutter und ihr Partner erneut in die Klinik. Später wurde der Junge auf die Kinderintensivstation des Birmingham Children’s Hospital verlegt. Am 27. Juni 2024 starb Hudson; bei einer Untersuchung wurde als Ursache eine Hirnschädigung infolge eines Harnwegsinfekts genannt, der die Nieren betroffen und eine Sepsis ausgelöst hatte.
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Der Royal Wolverhampton NHS Trust hat sich nun mit der Familie außergerichtlich geeinigt. Die Höhe der Entschädigung wurde nicht veröffentlicht. Der Klinikträger räumte laut Berichten ein, dass Hudson früher Schmerzmittel hätte erhalten müssen und die Flüssigkeitsmenge in seinem Katheterbeutel hätte kontrolliert werden sollen. Einen Zusammenhang zwischen diesen Versäumnissen und dem Tod des Jungen erkennt der Trust jedoch nicht an.

Bei einer Anhörung im Dezember 2024 hatte eine Gerichtsmedizinerin festgestellt, dass es in der Versorgung Fehler gegeben habe. Zugleich wurde Hudsons Tod als natürlicher Tod eingestuft. Seine Mutter, die selbst viele Jahre für denselben NHS-Träger gearbeitet hatte, hofft laut ihrer Rechtsvertretung, dass die aufgedeckten Mängel künftig andere Familien schützen.
Das sind mögliche Sepsis-Warnzeichen bei Kindern
Eine Sepsis ist eine lebensbedrohliche Reaktion auf eine Infektion und kann sich bei Kindern schnell verschlimmern. Bei einem plötzlich schwer kranken Kind gilt: lieber einmal zu früh medizinische Hilfe holen. Typische Symptome sind:
Sehr schnelle oder deutlich angestrengte Atmung
Krampfanfälle
Blasse, fleckige, bläuliche oder graue Haut, Lippen oder Zunge
Ausschlag, der beim Draufdrücken nicht verblasst
Ungewöhnliche Schläfrigkeit oder Schwierigkeiten beim Aufwecken
Wiederholtes Erbrechen, Trink- oder Nahrungsverweigerung
Kein Urin seit mindestens zwölf Stunden bei kleinen Kindern
Sehr hohe oder auffallend niedrige Körpertemperatur
Bei einem oder mehreren dieser Warnzeichen sollten Eltern sofort den Notruf 112 wählen oder direkt eine Notaufnahme aufsuchen. Die Symptome können auch andere Ursachen haben – bei Sepsis zählt jedoch schnelles ärztliches Abklären.

































