18 Stunden nicht versorgtZwillinge in Frankreich verdurstet? Das sagt die Mutter im Polizeiverhör

Ermittler suchen Antworten.
Der Tod zweier erst 15 Monate alter Zwillingsmädchen erschüttert Frankreich. Die Ermittler vermuten, dass die Kinder während der Hitzewelle an den Folgen einer schweren Dehydrierung starben. Im Polizeiverhör schildert die Mutter nun, wann sie ihre Töchter nach eigenen Angaben zuletzt versorgt hat.
Zwei kleine Bettchen. Zwei tote Mädchen. Und viele offene Fragen
Nahe der nordfranzösischen Stadt Valenciennes haben Rettungskräfte zwei erst 15 Monate alte Zwillingsschwestern leblos in ihrem Kinderzimmer entdeckt. Nach Angaben der Ermittler herrschte dort eine hohe Temperatur. Wie der französische Sender TF1 berichtet, konzentrieren sich die Untersuchungen derzeit auf die Vermutung, dass die Kinder möglicherweise an den Folgen einer schweren Dehydrierung starben.
Besonders eine Aussage der Mutter beschäftigt die Ermittler. Nach ihren Angaben habe sie ihren Töchtern am Vorabend gegen 19 Uhr zum letzten Mal ein Fläschchen gegeben. Erst gegen 13 Uhr am nächsten Tag sei sie wieder in das Zimmer der Mädchen gegangen. Was in den dazwischenliegenden Stunden geschah und ob die Kinder tatsächlich deshalb nicht ausreichend versorgt wurden, ist nun Gegenstand der Ermittlungen.
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Auch die vier Geschwister der Zwillinge im Alter von drei, vier, fünf und sechs Jahren mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Sie waren ebenfalls dehydriert. Lebensgefahr besteht nach Angaben der Behörden jedoch nicht.
Der tragische Tod der beiden Mädchen hat die Nachbarschaft tief erschüttert. Eine Anwohnerin sagt: „Es ist direkt neben uns passiert. Mit so etwas rechnet man einfach nicht, schon gar nicht so nah bei sich.“ Eine weitere Nachbarin berichtet: „Das bewegt mich und schockiert mich. Ich habe die beiden ständig vor Augen. Ehrlich gesagt wird mich das noch lange beschäftigen.“
Die Familie war erst vor wenigen Wochen in das Wohnviertel gezogen und lebte dort sehr zurückgezogen. „Sie haben noch nicht lange hier gewohnt, deshalb kannte ich sie nicht wirklich“, erzählt ein Nachbar. Ein anderer sagt: „Sie wohnen erst seit zwei Monaten hier. Sie waren sehr zurückhaltend und ich habe sie kaum in der Straße gesehen.“
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Eltern im Polizeigewahrsam
Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass die Eltern im Alter von 35 und 32 Jahren bislang weder strafrechtlich in Erscheinung getreten seien noch die Familie von der Jugendhilfe betreut worden sei. Dennoch wurden beide Eltern in Polizeigewahrsam genommen. Gegen sie wird wegen des Verdachts der „Vorenthaltung notwendiger Fürsorge mit Todesfolge an Minderjährigen unter 15 Jahren” ermittelt.
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Ob die beiden Mädchen tatsächlich an den Folgen einer Dehydrierung starben und welche Rolle die Aussagen der Eltern dabei spielen, diese Fragen sollen nun weitere Untersuchungen klären.
Die Tragödie ereignete sich während einer außergewöhnlich starken Hitzewelle in Frankreich. Gerade Säuglinge und Kleinkinder reagieren besonders empfindlich auf hohe Temperaturen, weil ihr Körper deutlich schneller austrocknen kann als der von Erwachsenen.
Verwendete Quellen: TF1
































